Als bei mir das erste Mal die Frage im Raum stand, was ein neues Bad eigentlich kostet, habe ich drei Angebote geholt – und drei sehr unterschiedliche Zahlen bekommen. Der Grund ist simpel: Badsanierung-Kosten hängen an vier Stellschrauben – Quadratmeter, Ausstattung, Gebäudealter und dem, was du selbst machst.
Genau diese vier Stellschrauben habe ich in einen Rechner gepackt. Du bekommst damit in zehn Sekunden eine Spanne, mit der du in ein Handwerkergespräch gehen kannst – und weißt, ob ein Angebot im Rahmen liegt oder nicht. Darunter findest du die Zahlen nach Badgröße, die Aufteilung nach Gewerken und die ehrliche Antwort darauf, was Eigenleistung wirklich spart.
Badsanierung-Kosten-Rechner
Badgröße, Ausstattung und Eigenleistung eintragen – du bekommst sofort eine realistische Kostenspanne für die Komplettsanierung.
Der Rechner geht von einer Komplettsanierung durch Fachbetriebe aus – also alles raus bis auf den Rohbau, neue Leitungen, neue Fliesen, neue Objekte, inklusive Handwerkerlohn. Alle Werte sind Richtwerte und Beispielwerte, Stand September 2026. Regionale Handwerkerpreise schwanken erheblich; verbindlich ist nur ein Angebot vom Betrieb vor Ort. Wie viel Fliesen du brauchst, rechnet dir mein Fliesen-Rechner fürs Bad aus.
Was kostet ein neues Bad pro Quadratmeter?
Der Quadratmeterpreis ist die Zahl, mit der Handwerksbetriebe intern kalkulieren – und die dir am schnellsten sagt, in welcher Liga du unterwegs bist. Bei einer Komplettsanierung inklusive Handwerkerleistung bewegen sich die Badsanierung-Kosten pro qm je nach Ausstattung ungefähr so:
| Ausstattungsniveau | Basiswert €/m² | Realistisch inkl. Zuschlägen | Was da drinsteckt |
|---|---|---|---|
| Einfach / Standard | 1.800 € | ca. 2.050 €/m² | Serienkeramik, Standardfliesen im Gängigformat, Duschwanne statt bodengleich, Aufputz-Armaturen, Wanne aus Stahl-Emaille oder Acryl |
| Gehoben | 2.600 € | ca. 2.980 €/m² | Markenkeramik, größere Fliesenformate, bodengleiche Dusche mit Glasabtrennung, Unterputz-Armaturen, Badmöbel nach Maß, Handtuchheizkörper |
| Premium | 3.800 € | ca. 4.350 €/m² | Designserien, Großformatfliesen oder Naturstein, freistehende Wanne, Regendusche, Wand-WC mit Duschfunktion, Fußbodenheizung, Lichtplanung |
Die dritte Spalte ist die ehrlichere: Sie enthält bereits die Zuschläge für ein Gebäude aus den 80ern oder 90ern und für eine bodengleiche Dusche – also die Situation, in der die meisten Sanierungen tatsächlich stattfinden. Wer im Neubau ab 2000 saniert und auf die bodengleiche Dusche verzichtet, landet näher am Basiswert.
Wichtig für die Einordnung: Diese Preise gelten für alles raus, alles neu. Wenn du nur die Wanne tauschst, neu verfugst und streichst, redest du über einen Bruchteil davon – dazu weiter unten mehr.
Kosten nach Badgröße
Die zweite Frage, die immer kommt: Was kostet mein Bad? Deshalb habe ich die Rechnerformel einmal für die typischen Badgrößen durchgerechnet. Alle Werte gelten für ein Gebäude von 1979 bis 1999, mit bodengleicher Dusche und ohne Eigenleistung – also der Standardfall im Rechner oben.
| Badgröße | Standard | Gehoben | Premium |
|---|---|---|---|
| 4 m² | 7.000 – 9.500 € | 10.100 – 13.700 € | 14.800 – 20.000 € |
| 6 m² | 10.500 – 14.200 € | 15.200 – 20.500 € | 22.200 – 30.000 € |
| 8 m² | 14.000 – 19.000 € | 20.200 – 27.400 € | 29.600 – 40.000 € |
| 10 m² | 17.500 – 23.700 € | 25.300 – 34.200 € | 37.000 – 50.000 € |
| 12 m² | 21.000 – 28.400 € | 30.400 – 41.100 € | 44.400 – 60.000 € |
Du siehst: Die Größe skaliert linear, die Ausstattung entscheidet über Faktor zwei. Ein 12-m²-Bad im Standard kostet ungefähr so viel wie ein 6-m²-Bad im Premiumsegment.
Bad renovieren: Kosten für 4 qm
Das klassische Gäste-WC oder das Mini-Bad in der Altbauwohnung. Mit Standardausstattung liegst du bei rund 7.000 bis 9.500 Euro, gehoben bei 10.100 bis 13.700 Euro. Der Haken: Fixkosten wie Baustelleneinrichtung, Anfahrt und Entsorgung verteilen sich auf wenige Quadratmeter – pro m² wird ein kleines Bad deshalb eher teurer, nicht günstiger. Für die Wannenwahl auf so wenig Fläche hilft dir mein Beitrag zu platzsparenden Badewannen für kleine Bäder.
Bad renovieren: Kosten für 6 qm
Die häufigste Größe in Wohnungen aus den 70ern und 80ern. Rechne mit 10.500 bis 14.200 Euro im Standard und 15.200 bis 20.500 Euro in gehobener Ausführung. Auf 6 m² passen Wanne und Dusche nur, wenn der Grundriss mitspielt – sonst wird es eine Entscheidung.
Bad renovieren: Kosten für 8 qm
Das Standardbad im Einfamilienhaus und der Wert, den ich im Rechner als Default gesetzt habe: 20.200 bis 27.400 Euro in gehobener Ausstattung, im Standard 14.000 bis 19.000 Euro. Hier ist Platz für Wanne und bodengleiche Dusche, ohne dass es eng wird.
Bad renovieren: Kosten für 10 qm
Ab 10 m² wird aus dem Bad ein Raum, in dem man sich auch aufhält. Gehoben bist du bei 25.300 bis 34.200 Euro dabei. Das ist die Größe, ab der eine freistehende Wanne wirklich funktioniert – worauf du dabei achten musst, steht in meinem Beitrag zum Planen einer freistehenden Badewanne.
Wohin das Geld fließt
Wenn du ein Angebot in der Hand hältst, hilft es enorm zu wissen, welcher Posten normalerweise wie schwer wiegt. Dann fällt sofort auf, wenn eine Position aus dem Rahmen fällt. Die folgenden Anteile sind Richtwerte für eine Komplettsanierung – im Einzelfall verschiebt sich das je nach Grundriss deutlich:
| Gewerk | Anteil an der Gesamtsumme | Bei 24.000 € Gesamtkosten |
|---|---|---|
| Sanitärinstallation | ca. 25 % | ca. 6.000 € |
| Fliesenarbeiten | ca. 22 % | ca. 5.300 € |
| Sanitärobjekte | ca. 18 % | ca. 4.300 € |
| Trockenbau und Malerarbeiten | ca. 14 % | ca. 3.400 € |
| Elektro | ca. 12 % | ca. 2.900 € |
| Abriss und Entsorgung | ca. 9 % | ca. 2.200 € |
Sanitärinstallation und Fliesen zusammen sind knapp die Hälfte der Rechnung – und beide sind fast reine Lohnkosten. Genau deshalb schwanken die Preise regional so stark: Der Materialpreis für eine Fliese ist in Flensburg derselbe wie in München, der Stundensatz des Fliesenlegers nicht.
Bei den Sanitärobjekten hast du selbst am meisten Spielraum, ohne dass ein Handwerker mitreden muss. Ob die Wanne 300 oder 3.000 Euro kostet, entscheidest du allein – und die Unterschiede zwischen den Werkstoffen sind größer, als der Preis vermuten lässt. Ich habe die Badewannenmaterialien im Vergleich gegenübergestellt.
Was Eigenleistung wirklich spart
Badsanierung-Kosten mit Eigenleistung zu drücken funktioniert – aber nicht in dem Ausmaß, das man sich am Anfang ausmalt. Der Grund: Die Gewerke, die du sicher selbst machen kannst, sind gleichzeitig die günstigsten.
Realistisch selbst machbar sind drei Dinge:
- Abriss und Entsorgung. Alte Fliesen abschlagen, Objekte demontieren, Bauschutt zum Wertstoffhof fahren. Anstrengend, staubig, aber technisch anspruchslos – und mit rund 9 % der größte Einzelposten, den du komplett übernehmen kannst. Container und Deponiegebühren zahlst du trotzdem.
- Malerarbeiten. Decke und die nicht gefliesten Wandflächen streichen. Wichtig: erst nachdem alles andere fertig ist, sonst streichst du zweimal.
- Möbelmontage. Waschtischunterschrank, Spiegelschrank, Regale, Handtuchhalter. Ein Nachmittag Arbeit, den du sonst zum Stundensatz bezahlst.
Das gehört in Fachbetriebshand
Abdichtung, Elektro und Gasleitungen macht kein Laie. Bei der Abdichtung hinter Fliesen siehst du einen Fehler erst, wenn nach zwei Jahren der Putz im Nachbarraum abplatzt – und dann zahlst du die Sanierung ein zweites Mal. Elektroarbeiten im Bad unterliegen besonderen Schutzbereichen, Gasleitungen dürfen ohnehin nur von zugelassenen Betrieben angefasst werden.
Dazu kommt der kaufmännische Teil: Auf Eigenleistung gibt es keine Gewährleistung. Und wenn ein selbst verlegtes Rohr einen Wasserschaden verursacht, kann das Probleme mit der Versicherung geben. Was du selbst machst, sollte deshalb im Zweifel das sein, was man sieht – nicht das, was man später aufstemmen müsste.
In Zahlen: Der Rechner rechnet mit einem Faktor 0,9, wenn du Abriss und Malerarbeiten übernimmst – das sind bei einem 8-m²-Bad in gehobener Ausstattung rund 2.400 Euro. Bei „viel Eigenleistung“ (Faktor 0,78), also zusätzlich Möbelmontage, Materialeinkauf in Eigenregie und Koordination der Gewerke ohne Generalunternehmer, sind es rund 5.200 Euro. Die Spanne verschiebt sich damit von 20.200 – 27.400 Euro auf etwa 15.800 – 21.400 Euro.
Rechne aber gegen: Eigenleistung kostet Zeit, verlängert die Bauphase und macht die Terminplanung zwischen den Gewerken schwieriger. Wenn dadurch der Fliesenleger zwei Wochen später kommt, hast du am Ende nichts gewonnen.
Kostentreiber und Sparhebel
Vier Entscheidungen machen im Angebot den größten Unterschied – und bei allen vieren kannst du bewusst steuern:
- Leitungen verlegen statt belassen. Der teuerste Satz in jeder Badplanung lautet: „Das WC soll an die andere Wand.“ Jede versetzte Abwasserleitung bedeutet Stemmen, neues Gefälle, neuen Estrich, neue Abdichtung. Wenn du die Anschlüsse dort lässt, wo sie sind, sparst du im vierstelligen Bereich – ohne dass es am Ergebnis sichtbar wird.
- Bodengleiche Dusche im Altbau. Sie ist der Wunsch Nummer eins und im Bestand der häufigste Kostentreiber: Der Ablauf braucht Gefälle, das Gefälle braucht Aufbauhöhe, und die ist in alten Decken oft nicht da. Dann wird gestemmt oder es kommt eine extraflache Rinne mit Sonderablauf. Deshalb rechnet der Rechner hier mit 6 % Aufschlag. Ist die Aufbauhöhe vorhanden, ist der Aufpreis minimal – frag deinen Betrieb vor der Planung danach.
- Sonderformate bei Fliesen. Großformate ab 60 x 120 cm sehen fantastisch aus, brauchen aber einen perfekt ebenen Untergrund, Spezialkleber, Nivelliersysteme und oft zwei Leute zum Verlegen. Der Verlegepreis liegt spürbar über dem von Gängigformaten – und der Verschnitt bei Mosaik oder diagonaler Verlegung ebenfalls. Wie viel Material tatsächlich zusammenkommt, rechnest du am besten vorher mit dem Fliesen-Rechner fürs Bad durch.
- Wanne austauschen statt neu einbauen. Ein reiner Wannentausch mit gleicher Einbaugröße ist ein Überschaubarer Eingriff, ein Wannentausch mit anderem Maß zieht Fliesen, Abdichtung und oft die Vorwand nach sich. Und wenn die Wanne eigentlich in Ordnung ist und nur unschön aussieht: Vor der großen Sanierung lohnt der Blick auf die günstige Alternative – ich habe aufgeschrieben, was Badewanne streichen und reparieren wirklich bringt, was es kostet und wie lange es hält.
Förderung und Zuschüsse
Zwei Wege gibt es, an öffentliches Geld für ein neues Bad zu kommen – beide sind an das Thema Barrierefreiheit geknüpft, nicht an Optik oder Energieeffizienz:
- Altersgerechter Umbau über die KfW. Maßnahmen, die Barrieren im Bad reduzieren – bodengleiche Dusche, breitere Türen, Haltegriffe, unterfahrbarer Waschtisch – werden von der KfW gefördert, je nach Programm als Zuschuss oder als zinsvergünstigter Kredit. Voraussetzung sind technische Mindestanforderungen, die ein Fachbetrieb einhalten und bestätigen muss.
- Zuschuss der Pflegekasse. Liegt ein anerkannter Pflegegrad vor, bezuschussen die Pflegekassen sogenannte wohnumfeldverbessernde Maßnahmen. Auch hier ist das Bad der häufigste Anwendungsfall. Der Antrag läuft über die Pflegekasse der pflegebedürftigen Person.
Wenn Barrierefreiheit bei dir ohnehin Thema ist, lohnt auch der Blick auf die Wanne selbst: Was eine Badewanne mit Tür kostet und wo sie sinnvoll ist, habe ich separat aufgeschrieben.
Stand prüfen
Ich nenne hier bewusst keine konkreten Förderbeträge und keine Programmnummern: Konditionen, Budgets und Antragswege ändern sich häufig, teils mehrmals im Jahr, und Programme werden auch mal ausgesetzt. Frag die aktuellen Bedingungen direkt bei der KfW und bei deiner Pflegekasse ab, bevor du planst.
Und der wichtigste Punkt: Antrag immer vor der Auftragsvergabe stellen. Wer den Handwerkervertrag unterschreibt und danach fördern lassen will, geht in aller Regel leer aus.
Mein Fazit
Eine Komplettsanierung durch Fachbetriebe kostet bei einem durchschnittlichen 8-m²-Bad in gehobener Ausstattung rund 20.000 bis 27.000 Euro – im Standard sind es etwa 14.000 bis 19.000 Euro, im Premiumsegment das Doppelte. Pro Quadratmeter landest du je nach Ausstattung bei ungefähr 2.050 bis 4.350 Euro.
Die größten Hebel sind nicht die Armaturen, sondern der Grundriss: Leitungen dort lassen, wo sie sind, spart mehr als jede Sparvariante bei der Keramik. Und Eigenleistung bringt realistisch 10 bis gut 20 Prozent – solange du die Finger von Abdichtung, Elektro und Gas lässt.
Alle Zahlen in diesem Beitrag sind Richtwerte und Beispielwerte, Stand September 2026. Regionale Handwerkerpreise schwanken stark; verbindlich ist ausschließlich ein Vor-Ort-Angebot. Hol dir mindestens drei davon – und lass sie nach denselben Positionen aufschlüsseln, sonst vergleichst du Äpfel mit Birnen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Badsanierung 2026?
Für eine Komplettsanierung inklusive Handwerkerleistung solltest du bei einem 8-m²-Bad je nach Ausstattung mit rund 14.000 bis 40.000 Euro rechnen – gehobene Ausstattung liegt bei etwa 20.200 bis 27.400 Euro. Das sind Richtwerte, Stand September 2026; die tatsächlichen Handwerkerpreise unterscheiden sich regional erheblich.
Was kostet ein 8-qm-Bad?
Mit Standardausstattung etwa 14.000 bis 19.000 Euro, gehoben 20.200 bis 27.400 Euro und im Premiumsegment 29.600 bis 40.000 Euro. Die Werte gelten für eine Komplettsanierung in einem Gebäude aus den 80ern oder 90ern mit bodengleicher Dusche und ohne Eigenleistung.
Was kostet Badsanierung pro qm?
Rechne mit rund 2.050 €/m² im Standard, etwa 2.980 €/m² in gehobener Ausstattung und ungefähr 4.350 €/m² im Premiumbereich – jeweils inklusive der Zuschläge für Bestandsgebäude und bodengleiche Dusche. Kleine Bäder liegen pro Quadratmeter eher am oberen Rand, weil sich die Fixkosten auf wenig Fläche verteilen.
Wie viel spart Eigenleistung?
Realistisch 10 Prozent, wenn du Abriss, Entsorgung und Malerarbeiten selbst übernimmst, und gut 20 Prozent bei umfangreicher Eigenleistung inklusive Möbelmontage und Materialeinkauf. Bei einem 8-m²-Bad sind das rund 2.400 beziehungsweise 5.200 Euro. Abdichtung, Elektro und Gasleitungen gehören wegen Gewährleistung, Versicherungsschutz und Vorschriften in jedem Fall zum Fachbetrieb.
Wie lange dauert eine Badsanierung?
Bei einer Komplettsanierung solltest du grob mit zwei bis vier Wochen reiner Bauzeit rechnen – Abriss, Rohinstallation, Trocknungszeiten für Estrich und Abdichtung, Fliesen, Endmontage. Dazu kommen die Vorlaufzeiten der Betriebe und Lieferzeiten für Keramik und Möbel, die schnell mehrere Wochen betragen. Mit Eigenleistung dauert es tendenziell länger.
Lohnt sich eine Teilsanierung?
Wenn die Leitungen in Ordnung sind und dich vor allem die Optik stört: ja. Neue Armaturen, neue Silikonfugen, ein frischer Anstrich und eine aufgearbeitete Wanne kosten einen Bruchteil einer Komplettsanierung. Sind die Leitungen dagegen alt, die Abdichtung fraglich oder die Elektrik nicht mehr zeitgemäß, sanierst du sonst zweimal – dann ist der große Wurf auf Dauer günstiger.

