Bei Verspannungen helfen Lavendel, Arnika und Rosmarin. Wer wirklich die Durchblutung steigern möchte, kann auch Teufelswurz oder ein Rheumabad nehmen – dabei solltest Du aber auf keinen Fall überdosieren.
Ja, auch an mir nagt der Zahn der Zeit. Ein langer Arbeitstag mit viel Schreibtischarbeit hinterlässt immer öfter seine Spuren. Mein Rücken schmerzt, die Muskeln sind verkrampft und Verspannungen ziehen sich bis in den Nacken. Gerade bei kühlerem Wetter ist es besonders unangenehm. Was dann wirklich hilft, ist ein warmes Entspannungsbad. Mit dem richtigen Badezusatz löst sich die Verspannung und hinterher fühle ich mich gleich deutlich besser.
Die drei Heilpflanzen im Überblick
| Badezusatz | Wirkung | Wann ich ihn nehme |
|---|---|---|
| Lavendel | Beruhigend, löst Verkrampfungen und Muskelkater | Abends vor dem Zubettgehen |
| Rosmarin | Belebend, wohlige Wärme, vertreibt Müdigkeit | Wenn es nach dem Bad noch losgehen soll |
| Arnika | Entzündungshemmend, schmerzlindernd, antirheumatisch | Bei Schmerzen und Verstauchungen |

Lavendel sorgt für Entspannung
Das violette Kraut mit dem intensiven, frischen Geruch ist weit verbreitet als Mittel zur Entspannung, gegen Muskelkater und zum Lösen von Verkrampfungen. Darüber hinaus sorgt Lavendel dafür, dass man zur Ruhe kommt und sein inneres Gleichgewicht findet. Optimal also für ein Bad am Abend vor dem Zubettgehen.
Ich kenne den Badezusatz als Öl, Milch und Salz – am meisten hat es mir aber die selbstgemachte Variante angetan.
- 50 g getrocknete Lavendelblüten in einen Liter kochendes Wasser geben.
- Nach etwa 10 Minuten die Blüten aussieben.
- Den Sud in die Wanne geben – fertig.
Herrlich entspannend: Da ist der stressige Arbeitstag schnell vergessen und jede Art von Verspannung im Körper löst sich.

Rosmarin belebt
Während Lavendel also abends meine müden Knochen auf den Schlaf vorbereitet, ist Rosmarin mein Tipp, wenn es nach dem Vollbad nochmal losgehen soll. Als Badezusatz wähle ich dazu ein ätherisches Öl. Das belebt, sorgt für eine wohlige Wärme und lässt damit die Verspannung verschwinden. Der Duft ist leicht würzig und vertreibt die Müdigkeit. So bin ich nach dem Bad wieder fit und fühle mich wie neu geboren.
Arnika – die Mutter der Heilpflanzen
Arnika kennt wohl jeder. Und in allen Medizinschränkchen findet sich eine Arnikasalbe, ein Döschen Globuli oder ein anderes Produkt mit den Extrakten der gelben Blüte. Vor allem als Entzündungshemmer und gegen Verstauchungen wird Arnika eingesetzt, dabei kann die Pflanze viel mehr. Sie wirkt schmerzlindernd und antirheumatisch. Rheuma habe ich eigentlich (noch) nicht, dennoch wirkt ein Bad mit Arnika-Badekristallen als Badezusatz wahre Wunder.
Wichtig: nicht überdosieren
Wer die Durchblutung wirklich stark anregen möchte, kann auch zu Teufelswurz oder einem Rheumabad greifen. Diese Zusätze sind deutlich kräftiger – lies dazu unbedingt meinen Beitrag über den Rheuma-Badezusatz, flüssiges Feuer aus der Flasche. Da solltest Du auf keinen Fall überdosieren. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden gehört die Ursache ärztlich abgeklärt.
Mehr Hintergrund zum Thema findest Du außerdem im Entspannungsbad gegen Muskelkater und in meiner Übersicht der besten Badezusätze bei Rückenschmerzen.
Mein Fazit
Ob nun die Kraft der Heilpflanze die Verspannung in meinem Rücken löst oder doch die Wärme des Bades der Grund ist, kann ich nicht abschließend beurteilen. Fakt ist: Diese Badezusätze steigern mein Wohlbefinden. Ich rieche sie gerne und genieße meine Ruhe im warmen Wasser. Vermutlich tut die entspannende Gesamtsituation ihr Nötiges dazu.
So bleibe ich bei Muskelschmerzen meinem Motto treu: Lavendel vor dem Zubettgehen, Rosmarin, wenn die Lebensgeister geweckt werden sollen – und Arnika tut immer gut.
Häufige Fragen
Welcher Badezusatz hilft bei Verspannungen?
Bewährt haben sich Lavendel, Arnika und Rosmarin. Lavendel beruhigt und löst Verkrampfungen, Rosmarin belebt und wärmt, Arnika wirkt schmerzlindernd und antirheumatisch.
Wann nehme ich Lavendel und wann Rosmarin?
Lavendel passt am Abend vor dem Schlafengehen, weil er zur Ruhe kommen lässt. Rosmarin eignet sich, wenn es nach dem Bad noch weitergehen soll – er vertreibt die Müdigkeit.
Wie mache ich einen Lavendel-Badezusatz selbst?
50 g getrocknete Lavendelblüten mit einem Liter kochendem Wasser übergießen, nach rund 10 Minuten die Blüten aussieben und den Sud in die Wanne geben.
Was ist bei Teufelswurz und Rheumabädern zu beachten?
Diese Zusätze steigern die Durchblutung sehr kräftig. Hier gilt: auf keinen Fall überdosieren und die Dosierungshinweise des Herstellers genau beachten.

