Wenn es tatsächlich so weit ist und du eine neue Badewanne brauchst, gibt es eine ganze Reihe von Dingen, auf die du achten solltest. In den letzten Jahren haben sich Design und technische Möglichkeiten gewaltig weiterentwickelt.
Ich beziehe mich hier auf eine ganz konkrete Wanne, die bei mir in der engeren Wahl war: eine exclusive freistehende Badewanne aus Acryl mit Armatur, 170 x 78 x 62 cm. An diesem Beispiel lässt sich gut zeigen, worauf es beim Kauf wirklich ankommt.
Material und Isolierung
Sicherlich musst du bei Badewannen grundlegend entscheiden, welches Material du bevorzugst. Ich finde eine warme Oberfläche am Rücken wichtig, schon beim Einsteigen in die Wanne. Daher nimm besser eine Wanne, die nicht aus Stahl ist – moderne Wannen aus Acryl haben inzwischen sehr gute Werkstoffeigenschaften.

Damit die Wärme auch eine Weile in der Wanne bleibt, sollte sie gut isoliert sein. Das spart warmes Wasser und du musst nicht andauernd Wasser nachlaufen lassen, wenn du in der Wanne liegst. Eine gute Isolierung bringt dir außerdem den Vorteil, dass du auch nachts baden kannst. Ich für meinen Teil finde meist erst spät abends die Ruhe für eine Badewanne.
In einigen Mietshäusern ist es allerdings untersagt, nach 22 Uhr zu baden, weil man einfach zu laut ist. Eine akustische Dämmung bringt hier Abhilfe.
Was diese Wanne für mich zusätzlich in die engere Auswahl gebracht hat, ist eine antibakterielle Oberfläche. Das verhindert Schimmelbildung auf den Oberflächen und Rohrleitungsansätzen. Du solltest außerdem darauf achten, dass eine Wanne ein leichtes Gefälle hat, damit das Restwasser ablaufen kann – auch das verhindert die Bildung von Bakterien.
Material im Detail
Welches Material für dich am besten passt, hängt stark von deinen Prioritäten ab. Einen ausführlichen Vergleich findest du in Badewannenmaterialien im Vergleich und in Acryl oder Emaille – welche Badewanne kaufen?
Design und Ausstattung
Ein weiterer Vorteil des Materials ist die Möglichkeit, sehr schöne Designs zu erschaffen. Stell dir vor, du hast so eine Wanne bei dir im Bad stehen. Schon schick, oder?
Dünne Ränder, platzsparend, viel Wanne für wenig Geld – und wer möchte, kann sich zusätzlich eine Version mit Massagedüsen auswählen. Bei der Länge würde ich übrigens nicht sparen.
Der Hersteller liefert bei Bedarf gleich die passenden Armaturen mit. Das spart aufwendige Recherche und du weißt, dass alles zusammenpasst.
Haptik, Rutschfestigkeit und Reinigung
Was ich an dieser Wanne gut finde und nur selten an anderen Wannen sehe, ist die Antirutsch-Beschichtung am Wannenboden. Du sparst dir dadurch unschöne Anti-Rutsch-Matten.
Wer schon einmal mit kleinen Kindern gebadet hat, weiß, was ich meine – ohne Antirutsch-Beschichtung oder Matte geht das wirklich gar nicht. Falls das bei dir Thema ist, schau auch mal in meinen Beitrag Kinder in der Badewanne.
Die dünnen Ränder bringen außerdem den Vorteil mit, dass sich dort kein Restwasser bilden kann und der Putzaufwand klein bleibt. Wir haben hier ja quasi eine freistehende Wanne. Diese Wanne ist aber so verbaut, dass sie die typischen Vorteile einer Einbauwanne – wenig Aufwand bei der Reinigung – mit den ästhetischen Vorteilen einer freistehenden Wanne kombiniert.
Wenn du über eine freistehende Lösung nachdenkst, lies vorher unbedingt Freistehende Badewanne – das gilt es vor dem Einbau zu beachten.
Die Checkliste auf einen Blick
Das sind die wesentlichen Punkte, auf die du beim Wannenkauf achten solltest. Wenn dir noch etwas auffällt, freue ich mich über Kommentare.

- Material: warme Oberfläche statt Stahl, moderne Acryl-Werkstoffe.
- Freistehend vs. eingebaut: Optik gegen Reinigungsaufwand abwägen.
- Design: dünne Ränder, platzsparend, passende Länge.
- Sitzgefälle: damit Restwasser ablaufen kann.
- Rutschfest: Antirutsch-Beschichtung am Wannenboden.
- Isolierung: hält die Wärme, spart Wasser.
- Akustische Dämmung: wichtig für spätes Baden im Mietshaus.
- Antibakterielle Oberfläche: gegen Schimmel an Oberflächen und Rohrleitungsansätzen.
- Optionale Massagedüsen: je nach Budget und Anspruch.
Mein Fazit
Beim Wannenkauf schauen die meisten zuerst auf Optik und Preis. Aus meiner Erfahrung entscheiden aber die unscheinbaren Details über den Alltag: Isolierung, Sitzgefälle, Rutschfestigkeit und die Randbreite merkst du jeden einzelnen Tag – das Design nur beim Reinkommen.
Wenn du eine Wanne findest, die die ästhetischen Vorteile einer freistehenden Wanne mit dem geringen Reinigungsaufwand einer Einbauwanne verbindet, hast du das Beste aus beiden Welten. Und bei der Länge würde ich wirklich nicht sparen.
Häufige Fragen
Welches Material ist für eine Badewanne am besten?
Ich bevorzuge eine warme Oberfläche am Rücken und rate deshalb von Stahl ab. Moderne Acryl-Wannen haben inzwischen sehr gute Werkstoffeigenschaften und fühlen sich beim Einsteigen deutlich angenehmer an.
Warum ist die Isolierung der Badewanne so wichtig?
Eine gut isolierte Wanne hält die Wärme länger. Du sparst warmes Wasser und musst nicht ständig nachlaufen lassen. Außerdem kannst du dadurch auch abends noch entspannt baden.
Brauche ich eine Antirutsch-Beschichtung?
Wenn du sie bekommen kannst: ja. Du sparst dir damit unschöne Anti-Rutsch-Matten. Spätestens wenn du mit kleinen Kindern badest, willst du das eine oder das andere haben.
Was bringt ein Sitzgefälle in der Wanne?
Durch ein leichtes Gefälle läuft das Restwasser ab. Das verhindert die Bildung von Bakterien in stehendem Wasser.

