Du stellst Badezimmer-Produkte her oder handelst damit und möchtest sie endlich auch online verkaufen? Die Frage ist selten, ob – sondern wie du es am besten anstellst.
Auf diesem Blog geht es sonst um Badewannen, Badezusätze und moderne Badezimmer aus Sicht der Nutzer. Diesmal wechsle ich die Perspektive und schaue auf die Anbieterseite. Ich gehe mit dir die fünf Fragen durch, die du dir vor dem Start beantworten solltest.

Eigener Onlineshop oder nicht?
Die erste Frage, die sich stellt: Ziehst du dafür einen eigenen Onlineshop hoch? Je nach Größe ist so ein Shop mit viel technischem Aufwand verbunden. Viele gehen daher den anderen Weg und nutzen Plattformen wie eBay oder Amazon. Dort kannst du mit Hilfe von Amazon Marketplace oder eines eBay-Shops mit wenig Aufwand einen Online-Verkaufskanal erstellen und übernimmst Funktionen wie die Zahlungsabwicklung direkt vom Anbieter.
| Weg | Spricht dafür | Spricht dagegen |
|---|---|---|
| Eigener Onlineshop | volle Kontrolle über Marke, Daten und Sortiment | hoher technischer Aufwand, Reichweite muss selbst aufgebaut werden |
| Marktplatz (Amazon, eBay) | schneller Start, Zahlungsabwicklung inklusive, vorhandene Reichweite | Gebühren, starker Preisvergleich, wenig Markenbindung |
| Dropshipping | keine eigene Logistik und Lagerhaltung | Abhängigkeit vom Hersteller, geringere Marge |
Sind meine Produkte gut genug?
Unabhängig vom Verkaufsweg musst du dir kritisch die Frage stellen: Ist mein Produkt gut genug, um online zu überzeugen? Die Konkurrenz im Internet ist riesig. Mit beliebiger Importware, bei der der Preis wichtiger als alles andere ist, kommst du auf keinen grünen Zweig.
Qualität und vor allem Exklusivität werden auch bei Onlinekäufen gewürdigt. Wenn du zum Beispiel deine Badezimmer-Produkte von regionalen Lieferanten beziehst oder exklusiver Vertriebspartner einer Produktmarke bist, sieht die Welt schon anders aus.
Gut zu wissen
Ein Blick auf die etablierten Badewannen-Hersteller und Marken zeigt, wie stark der Markt über Markenprofil und Qualität funktioniert – und wie wenig über den reinen Preis.
Darf ich das Produkt überhaupt verkaufen?
Bevor du die Badezimmer-Produkte ins Netz stellst, solltest du sicher sein, ob du das überhaupt darfst. Manche Hersteller haben sehr strikte Vorgaben:
- Kein Onlineverkauf: Einige Hersteller erlauben ihn generell nicht, um den stationären Handel zu stützen.
- Nur zertifizierte Partner: Andere geben den Onlinevertrieb ausschließlich für geprüfte Händler frei.
- Nur eigener Shop: Manche Marken vertreiben ihre Produkte ausschließlich über den eigenen Online-Shop.
- Dropshipping: Ein Zwischenmodell, das immer beliebter wird – deine Kundschaft bestellt über deine Webseite, um die Logistik kümmert sich der Hersteller selbst.
Erfolgreiche Beispiele aus dem Corona-Jahr
Aus dem Corona-Jahr 2020 gibt es vor allem erfolgreiche Geschäftsmodelle rund um das Thema Hygiene: Hygienekonzepte in Nassräumen bei Fitnessstudios, passende Dienstleistungen, Luftfilter und Desinfektionsmittel.
Hinweis zur Aktualität
Dieser Abschnitt beschreibt die Marktlage des Jahres 2020. Der Hygiene-Boom hat sich seitdem deutlich normalisiert – als Beispiel dafür, wie schnell sich Nachfrage im Bad-Segment verschieben kann, taugt er aber weiterhin. Welche Produkte in Nassräumen dauerhaft gebraucht werden, habe ich in meinem Beitrag zu Hygieneartikeln für Badezimmer und Nassräume zusammengefasst.
Lohnt sich der Verkauf?

Am Ende zählen selbstverständlich Umsatz und Gewinn, die aus dem Onlineverkauf hängenbleiben. Sei bei der Kalkulation dir selbst gegenüber so ehrlich wie möglich. Wenn du auf den Einkaufspreis alle weiteren Kosten draufrechnest – zum Beispiel fürs Marketing –, bleibt unterm Strich noch genug Gewinn übrig?
Online-Handel ist oft mit Preiskampf verbunden, und die Margen sind dadurch sehr knapp. Rechne lieber einmal zu vorsichtig als einmal zu optimistisch.
- Einkaufspreis je Produkt ehrlich ansetzen
- Verpackung, Versand und Retouren einkalkulieren
- Plattform- und Zahlungsgebühren addieren
- Marketingkosten pro verkauftem Stück draufrechnen
- Erst dann den Verkaufspreis festlegen – und prüfen, ob er im Markt trägt
Wer setzt das alles um?
Eine Online-Agentur im Raum Nürnberg, die sich mit all diesen Fragen bestens auskennt, ist Lingner Digital (früher Lingner Online). Sie kann in Sachen Webdesign auf die Erfahrung vieler Onlineshops zurückgreifen und findet mit Sicherheit die richtige Strategie für dich. So musst du dir keinen Kopf darum machen, ob und wie deine Badezimmer-Produkte am erfolgreichsten verkauft werden. Es geschieht einfach.
Mein Fazit
Badezimmer-Produkte online zu verkaufen ist kein Selbstläufer, aber gut machbar – wenn du vorher die richtigen Fragen stellst. Entscheidend sind ein Produkt mit echtem Profil, geklärte Vertriebsrechte und eine ehrliche Kalkulation.
Für den Start reicht oft ein Marktplatz-Konto. Wenn das Geschäft läuft und die Marke tragen soll, führt am eigenen Shop meist kein Weg vorbei.
Häufige Fragen
Eigener Shop oder lieber Amazon und eBay?
Für den Einstieg sind Marktplätze der schnellere Weg: Reichweite und Zahlungsabwicklung sind vorhanden. Wer langfristig eine eigene Marke aufbauen will, kommt um einen eigenen Onlineshop kaum herum.
Was ist Dropshipping?
Beim Dropshipping bestellt die Kundschaft über deine Webseite, die Logistik übernimmt aber der Hersteller. Du brauchst kein eigenes Lager – dafür ist die Marge in der Regel kleiner.
Darf ich jede Marke online verkaufen?
Nein. Manche Hersteller untersagen den Onlineverkauf komplett, andere erlauben ihn nur zertifizierten Partnern oder ausschließlich über ihren eigenen Shop. Kläre das unbedingt vor dem Start.
Womit verdient man im Bad-Segment online noch Geld?
Mit Produkten, die nicht beliebig sind: regionale Lieferanten, exklusive Vertriebsrechte, gute Qualität. Reine Importware landet schnell im Preiskampf und liefert kaum Marge.

