Gekauftes Badesalz ist oft teuer, in Plastik verpackt und voller Duftstoffe, die du gar nicht brauchst. Dabei mischst du dir dein eigenes Badesalz in unter 10 Minuten selbst zusammen – aus drei, vier Zutaten, die du wahrscheinlich schon zu Hause hast.
Ich zeige dir hier mein einfaches Grundrezept, fünf Duft-Varianten für jede Stimmung und wie du dein Badesalz so hübsch verpackst, dass es als kleines Geschenk durchgeht. Wenn du zuerst wissen willst, was Badesalz überhaupt in der Wanne bewirkt, schau vorher in meinen Überblick zu den verschiedenen Badezusätzen.
Warum Badesalz selber machen?
Ganz ehrlich: Der größte Grund ist für mich, dass ich genau weiß, was drin ist. Kein Mikroplastik, keine künstlichen Farb- und Duftstoffe – nur Salz, ein bisschen Pflegeöl und das ätherische Öl, das mir gerade guttut. Dazu kommt: Selbstgemachtes Badesalz kostet einen Bruchteil und du kannst es exakt auf deine Haut und deine Laune abstimmen.
- Günstig: Ein großes Glas kostet dich in Eigenregie oft unter zwei Euro.
- Natürlich: Du entscheidest über jede einzelne Zutat.
- Individuell: Entspannend, belebend oder frei bei Erkältung – je nach Öl.
- Ein schönes Geschenk: Im hübschen Glas kommt es immer gut an.
Das brauchst du
Die Basis ist immer gleich: grobes Salz plus etwas Pflege. Alles andere ist Kür. Für ein großes Glas (rund 500 g) brauchst du:

- 500 g grobes Salz: Meersalz, Totes-Meer-Salz oder Himalayasalz – grob kristallin löst sich schön langsam auf.
- 1 EL Pflegeöl: Mandel-, Jojoba- oder Olivenöl. Es macht die Haut geschmeidig und verhindert, dass sie austrocknet.
- 1–2 EL Natron: optional, macht das Wasser weicher und pflegt die Haut zusätzlich.
- 10–15 Tropfen ätherisches Öl: naturrein, je nach gewünschter Wirkung (siehe Varianten unten).
- Getrocknete Blüten oder Kräuter: Lavendel, Rosenblätter, Ringelblume – fürs Auge und den Duft.
- Ein Schraubglas: zum Aufbewahren, am besten mit Deckel.
Tipp zum Salz
Wenn du magst, zerstoße ein Viertel des Salzes im Mörser etwas feiner. Die Mischung aus groben und feinen Kristallen sieht im Glas gleich viel hübscher aus.
Grundrezept: Badesalz in 5 Schritten
Das Ganze ist wirklich kinderleicht – du rührst im Prinzip nur alles zusammen. So gehe ich vor:


- Salz abmessen: Gib das Salz in eine Schüssel. Wer mag, zerstoßt einen Teil im Mörser feiner.
- Öl unterrühren: Träufle das Pflegeöl darüber und vermenge alles, bis die Kristalle das Öl aufgenommen haben.
- Natron & Duft zugeben: Natron einrühren, dann die ätherischen Öle tropfenweise dazu und gut vermischen.
- Blüten unterheben: Getrocknete Blüten oder Kräuter vorsichtig untermengen. Die Schüssel über Nacht offen stehen lassen, damit Restfeuchte entweicht.
- Abfüllen: Das fertige Badesalz in ein sauberes, trockenes Schraubglas füllen und fest verschließen.
Dosierung fürs Vollbad
Rechne mit rund 5 bis 8 Esslöffeln pro Vollbad. Gib das Salz ins einlaufende, warme Wasser – dann löst es sich am besten auf.
5 Duft-Varianten für jede Stimmung
Das Schöne am Grundrezept: Mit dem ätherischen Öl entscheidest du über die Wirkung. Hier meine fünf Lieblings-Kombis:
| Variante | Ätherisches Öl | Wirkung |
|---|---|---|
| Entspannung | Lavendel + Rosenblüten | Beruhigend, ideal am Abend |
| Erkältung | Eukalyptus oder Pfefferminz (nur 5–8 Tropfen) | Befreit die Atemwege |
| Frische | Zitrone, Orange oder Lemongrass | Belebend, gut am Morgen |
| Muskeln | Rosmarin + Wacholder | Wärmend nach dem Sport |
| Wohlfühl | Vanille + etwas Zimt | Warm und geborgen, perfekt im Winter |

Gut zu wissen
Ätherische Öle sind hochkonzentriert. Weniger ist mehr – und in der Schwangerschaft oder bei Kleinkindern besprichst du die Auswahl besser vorher ärztlich. Wie du generell die passende Wassertemperatur wählst, liest du in meinem Beitrag zur idealen Badewannen-Temperatur.
Mit Kindern mischen
Badesalz rühren ist ein tolles Bastelprojekt für einen verregneten Nachmittag. Kinder lieben es, die Blüten einzustreuen und die Schichten im Glas zu bauen. Lass die kleinen Hände vor allem beim Färben und Schichten ran – die ätherischen Öle dosierst du besser selbst. Wer bunte Schichten mag, mischt einen Teil des Salzes mit ein paar Tropfen Lebensmittelfarbe und lässt ihn kurz trocknen.
Als Geschenk verpacken

Ein Schraubglas, eine Naturkordel, ein Zweig getrockneter Lavendel und ein handbeschriftetes Etikett – fertig ist ein Geschenk, das garantiert ankommt. Schreib auf das Etikett am besten den Namen der Variante und eine kurze Dosierempfehlung („5–8 EL ins warme Badewasser“). Gerade zu Weihnachten oder als kleines Dankeschön ist selbstgemachtes Badesalz eine der schönsten Ideen.
Mein Fazit
Badesalz selber zu machen ist eines der einfachsten DIY-Projekte überhaupt – günstig, natürlich und in wenigen Minuten fertig. Einmal das Grundrezept verinnerlicht, variierst du Duft und Farbe endlos. Probier es beim nächsten Wannenabend einfach aus, dein Wasser (und deine Haut) werden es dir danken.
Häufige Fragen
Welches Salz eignet sich für Badesalz?
Am besten grobes, natürliches Salz: Meersalz, Totes-Meer-Salz oder Himalayasalz. Grobe Kristalle lösen sich langsamer auf und sehen im Glas schöner aus. Feines Speisesalz geht zur Not auch, wirkt aber weniger hochwertig.
Warum kommt Natron ins Badesalz?
Natron macht hartes Leitungswasser weicher, wirkt leicht basisch und pflegt die Haut. Es ist optional, ich gebe aber gern 1–2 Esslöffel dazu – das Wasser fühlt sich damit spürbar sanfter an.
Wie lange ist selbstgemachtes Badesalz haltbar?
Trocken und fest verschlossen gelagert hält es problemlos mehrere Monate. Wichtig ist, dass kein Wasser hineinkommt und das Glas gut verschlossen bleibt, sonst verklumpt das Salz.
Wie viel Badesalz brauche ich pro Bad?
Rechne mit etwa 5 bis 8 Esslöffeln pro Vollbad. Am besten gibst du das Salz ins einlaufende warme Wasser, dann verteilt es sich gleichmäßig.

