Zu einem ausgewogenen Badeerlebnis in der Wanne gehört der passende Badezusatz. Welcher der richtige ist, kommt auf deine Badegewohnheiten, die Badedauer und deinen Hauttyp an.
Hier kommt meine kleine Übersicht – mit allem, was ich über Schaumbad, Badeöl, Badesalz, Badepulver und Badetee gelernt habe.

Badezusatz – das Schaumbad
Ein Schaumbad ist toll: Die Bläschen prickeln auf der Haut, die Wanne schaut toll aus und es riecht gut. Zudem hat das Schaumbad eine reinigende Wirkung. Wer allerdings in der Wanne lesen will oder mit dem iPad herumspielt, sollte bei zu viel Schaum bedenken, dass man die Zeitschrift danach nicht unbedingt noch jemand anderem zum Lesen geben sollte 😉
Die Tenside im Schaumbad trocknen übrigens die Haut aus. Daher solltest du nicht mehr als 2–3 Mal pro Woche ein Schaumbad nehmen und bei der Dosierung eher sparsam vorgehen. Wie du besonders viel Schaum hinbekommst, liest du in meinem Beitrag Schaumbad mit viel Schaum machen.
- Reinigende Wirkung
- Tenside im Schaumbad trocknen die Haut aus
- Viel Schaum ruiniert jede Zeitschrift 😉

Badezusatz – Badeöle
Badeöle schaffen ein Wellness-Feeling im Badezimmer und verströmen einen wunderbaren Duft. Einige fertige Badeöle sind mit Farbstoffen versetzt und färben das Wasser. Bei reinen Badeölen hast du allerdings keine Schaumbildung. Wer in der Wanne lesen und seiner Haut etwas Gutes tun will, ist mit Badeölen am besten dran: Die ätherischen Öle pflegen die Haut und bewahren den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt – Eincremen nach der Wanne ist meist nicht notwendig.
Fettige und zu Unreinheit neigende Haut mag es aber nicht zu ölig. Und einige Zusatzstoffe in Badeöl-Mischungen können bei zu häufiger Nutzung trotzdem die Haut austrocknen – dazu gehören auch Eukalyptus und Menthol. Durch das breite Spektrum an ätherischen Ölen gibt es für nahezu jede gewünschte Stimmung das passende Öl: entspannendes Lavendel, Erkältungsbad mit Eukalyptus, Rosmarin …
- Pflegen die Haut und bewahren den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt
- Eincremen nach der Wanne meist nicht notwendig
- Fettige und unreine Haut mag es nicht zu ölig
- Menthol oder Eukalyptus können bei zu häufiger Nutzung die Haut austrocknen
- Verschiedene Öle wirken unterschiedlich: entspannend, anregend …
Aus eigener Erfahrung
Nicht jedes Öl ist ein Vergnügen: Meine Erfahrung mit Nachtkerzenöl in der Badewanne kannst du dir sparen 😉 Besser lief mein Badeöl-Test mit den Herbacin Bath Sensations.

Badezusatz – Badesalz
Badesalze finde ich persönlich am langweiligsten. Packst du das Salz kurz vor dem Einstieg auf den Wannenboden, hat es noch einen gewissen Massageeffekt, wenn du dich auf die groben Salzkörner legst. Nach einigen Minuten merkt man aber nicht einmal mehr, dass irgendein Zusatz in der Wanne ist. Einige Fertigmischungen aus Drogeriemärkten sind mit Aromen und ätherischen Ölen versetzt und bereichern so wieder das Badeerlebnis – reines Totes-Meer-Badesalz ist dagegen leider etwas langweilig.
Positiv hervorheben sollte man: Die Haut wird durch die natürlichen Mineralstoffe gepflegt und Verhornungen werden gelöst. Das Salzwasser lässt die Haut von Natur aus nicht so aufquellen, und unreine Haut profitiert von der Reduzierung der Talgdrüsenproduktion.
- Pflegt die Haut mit natürlichen Mineralstoffen
- Salzwasser lässt die Haut nicht aufquellen
- Löst Verhornungen
- Salzkörner, die mit Aromen und ätherischen Ölen angereichert sind
- Unreine Haut profitiert von einer Reduzierung der Talgdrüsenproduktion
Badezusatz – Badepulver

Ist im Prinzip das Gleiche wie die ersten drei Arten von Badezusätzen – nur durch chemische Verfahren pulverisiert 😉
Badezusatz – Badetee

Teebeutel in die Wanne schmeißen … eher der Badezusatz für Arme – oder wie man’s nimmt. Meiner Meinung nach muss man so viele Teebeutel reinwerfen, bis man einen nennenswerten Effekt hat, dass es doch wieder recht teuer werden kann 😉
Die Badezusätze im Vergleich

| Badezusatz | Stärken | Schwächen |
|---|---|---|
| Schaumbad | Reinigt, prickelt, sieht toll aus, duftet | Tenside trocknen die Haut aus – max. 2–3× pro Woche |
| Badeöl | Pflegt die Haut, Eincremen meist unnötig, Duft für jede Stimmung | Kein Schaum; fettige Haut mag es nicht zu ölig |
| Badesalz | Mineralstoffe, löst Verhornungen, Haut quillt nicht auf | Effekt kaum spürbar – mir zu langweilig |
| Badepulver | Wie die anderen – nur pulverisiert 😉 | Kein eigenständiger Mehrwert |
| Badetee | Mild und natürlich | Für spürbaren Effekt braucht es viele Beutel – wird teuer |
Mein Fazit
Für jeden Badetyp gibt es den passenden Zusatz: Schaumbad für den Spaß, Badeöl für die Hautpflege, Badesalz für die Mineralstoffe – und Badetee, wenn du experimentierfreudig bist 😉 Wer es ganz individuell mag, macht seinen Badezusatz einfach selbst.
Häufige Fragen
Welcher Badezusatz pflegt die Haut am besten?
Badeöl: Die ätherischen Öle pflegen die Haut und bewahren den natürlichen Feuchtigkeitsgehalt – Eincremen nach der Wanne ist meist nicht nötig.
Wie oft darf ich ein Schaumbad nehmen?
Wegen der austrocknenden Tenside besser nicht mehr als 2–3 Mal pro Woche – und bei der Dosierung sparsam bleiben.
Was bringt Badesalz wirklich?
Es pflegt mit natürlichen Mineralstoffen, löst Verhornungen und lässt die Haut nicht aufquellen. Unreine Haut profitiert von einer geringeren Talgdrüsenproduktion. Spektakulär ist es aber nicht 😉
Kann ich Badezusätze selber machen?
Ja – eine Anleitung für selbst gemachtes Schaumbad und Badeöl findest du hier im Blog.

