Badezusätze kannst Du wunderbar selber machen. Wenn Du ein wenig in Foren, Blogs oder Naturkosmetik-Shops stöberst, findest Du eine Menge toller Rezepte.

Hier bekommst Du eine kleine Übersicht, was möglich ist und was Du dazu alles brauchst – vom einfachen Badeöl bis zum kompletten Schaumbad. Welche fertigen Alternativen es gibt, liest Du in meinem Beitrag Welche Badezusätze gibt es?

Badeöl selber machen

Am einfachsten (zumindest vom Rezept her) ist es, Badeöl selber herzustellen. Du brauchst dafür nur drei Zutaten:

Zutat Beispiele & Wirkung
Trägeröl Geruchsneutral, z. B. Sonnenblumenöl oder kaltgepresstes Mandelöl
Ätherisches Öl Nach Wahl, z. B. Lavendel zur Entspannung oder Eukalyptus als Erkältungsbad
Emulgator Löst das Öl im Wasser, z. B. Milch oder Sahne – sie enthalten den natürlichen Emulgator Lezithin

Ohne Emulgator hast Du nur kleine Ölpfützen auf der Wasseroberfläche. So einen Stoff nennt man in der Pharmaindustrie auch Tensid. Die drei Zutaten mischst Du einfach zusammen und kannst Dir so Dein Ölbad nach Wahl anrühren. Ölbäder pflegen die Haut und trocknen sie nicht aus – wer häufiger badet, sollte also eher Badeöle verwenden.

Infografik: Badeöl selber machen mit drei Zutaten – Trägeröl, ätherisches Öl und Emulgator
Drei Zutaten reichen für Dein eigenes Badeöl

Gut zu wissen

Bei den ätherischen Ölen solltest Du wirklich auf Qualität achten. Ein Fläschchen mit 5 ml darf schon 3–5 Euro kosten. Billige Öle riechen künstlich und sind oft mit Aromen angereichert oder gestreckt.

Schaumbad mit Badeöl selber machen

Wer sein Bad richtig genießen will, macht sich gleich ein komplettes Schaumbad mit Badeöl selber. In den selbstgemachten Badezusatz packst Du Hautpflegeprodukte und Badeöle auf einmal – so hat Dein Bad neben der pflegenden auch noch eine reinigende Wirkung. Das brauchst Du:

  • Tenside: z. B. Betain (macht sauber) und Zetesol (macht sauber und bildet Schaum)
  • Emulgator: z. B. Fluid Lecithin Super (zusätzlich rückfettend und sorgt dafür, dass die Wirkstoffe besser einziehen können)
  • Protein: z. B. Weizenprotein (für die Haare – sorgt dafür, dass die Haare nicht kaputtgehen und gepflegt werden)
  • Trägeröl: z. B. Sonnenblumenöl, Distelöl, Mandelöl
  • Verdicker: z. B. Salz oder Reworderm (sorgt dafür, dass Dein Badezusatz später nicht zu flüssig wird)
  • Ätherisches Öl: bis zu 3 ml
Zutaten für selbstgemachten Badezusatz: Öle, Lavendel und Emulgator auf einem Holztisch
Viel braucht es nicht: Trägeröl, ätherische Öle und ein Emulgator (KI-Visualisierung)

So gehst Du vor

  1. Tensid, Emulgator, Trägeröl und Verdicker etwa zu gleichen Teilen verwenden, dazu etwas Protein und Emulgator.
  2. Alles mit ca. 4/5 abgekochtem Wasser mischen.
  3. Den Verdicker zuletzt vorsichtig unterrühren.
  4. Am Ende, vor dem Abfüllen in Flaschen, noch die ätherischen Öle hinzufügen – und ab damit in eine schöne Flasche.

Wenn es Dir gelingt, ist das übrigens auch ein schönes Geschenk 😉

Meine Erfahrungen beim Badezusatz-Herstellen

  • Beim Öl nicht sparen – und gerne mehrere miteinander mischen.
  • Der Verdicker klumpt leicht, also Vorsicht 😉
  • Vor Gebrauch schütteln: Es bilden sich leicht zwei Schichten, wenn der Emulgator nicht richtig im Verhältnis stimmt.
Badezusatz selber machen – beim Mischen der Zutaten
Beim Mischen der Zutaten
Selbstgemachter Badezusatz in der Flasche
Mein erster eigener Badezusatz 😉

Hier im Badewannen-Blog werde ich die gelungenen Rezepte nach und nach veröffentlichen. Und sobald ich es schaffe, mir eine Fichtennadel-Badetablette (hab ich früher geliebt) selber zu bauen, kommt das hier natürlich auch rein.

Mein Fazit

Badeöl selber machen ist wirklich einfach: Trägeröl, ätherisches Öl und ein Emulgator wie Milch oder Sahne – mehr brauchst Du für den Anfang nicht. Wer mehr will, mischt sich mit Tensiden, Protein und Verdicker gleich ein komplettes Schaumbad.

Ich freue mich über Kommentare und Links zu euren Erfahrungen bei der Badezusatz-Herstellung!

Häufige Fragen

Welche Zutaten brauche ich für selbstgemachtes Badeöl?

Nur drei: ein geruchsneutrales Trägeröl (z. B. Sonnenblumen- oder Mandelöl), ätherische Öle nach Wahl und einen Emulgator wie Milch oder Sahne, der das Öl im Wasser löst.

Warum brauche ich einen Emulgator im Badeöl?

Ohne Emulgator löst sich das Öl nicht im Badewasser – Du hättest nur kleine Ölpfützen auf der Wasseroberfläche. Milch und Sahne enthalten den natürlichen Emulgator Lezithin.

Was gehört in ein selbstgemachtes Schaumbad?

Tenside (z. B. Betain und Zetesol), ein Emulgator, Protein für die Haare, ein Trägeröl, ein Verdicker wie Salz oder Reworderm und bis zu 3 ml ätherisches Öl.

Über mich

Hallo, mein Name ist Stephan.
Ich blogge hier rund um das Thema Badewanne und freue mich über regen Austausch. Willkommen im wohl größten Fachblog zum Thema Badewanne.

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