Bei einigen Fragen rund ums Baden scheiden sich die Geister: Welches ist die optimale Badetemperatur?
In meiner Kindheit schwamm in der Wanne bei uns immer ein Thermometer mit unterschiedlichen Bildern darauf. Da war ein kleines Kind bei 36 Grad – und ein undefinierbares Zeichen bei 40 Grad.
Badetemperatur richtig einstellen
Erfahrungsgemäß kann man sagen, dass Du Dich irgendwo zwischen 36 und 40 Grad bewegen solltest. Ist das Wasser kälter als 37 Grad, fröstelst Du im Wasser vor Dich hin. Wird es wärmer, verliert die Haut noch mehr Feuchtigkeit. Erfahrene Vollbader werden wohl sowieso alle 10 Minuten etwas heißes Wasser nachfüllen – wie bei einem Saunaaufguss 😉
Man kann aber wirklich sagen: Ab 40 Grad wird es zu heiß. Da wird der Kreislauf schon stark mitbelastet.
Wichtig bei Fieber oder Kreislaufproblemen
Bei Fieber oder Kreislaufproblemen solltest Du ohnehin nicht zu heiß baden. Hier ist es von Rat, die Wanne sogar nur halb zu füllen und die Arme draußen zu lassen.

Wasser einstellen und einlaufen lassen
Beim Einlaufenlassen des Wassers musst Du Dir ein System überlegen, wie Du es für Dich am besten handhabst. Einmal eingestellt und nach 10 Minuten wiedergekommen – das kann auch völlig danebengehen… Ein Thermometer braucht seine Zeit. Auch unglücklich: Bei Mischwasserbatterien ändert sich die Temperatur fröhlich von selbst.
Was wirklich funktioniert: Je nach Fließgeschwindigkeit erst den heißen Hahn laufen lassen und danach den kalten. Hast Du das ein paar Mal gemacht, weißt Du, wie lange es dauert – und kannst dann gleich bei Deiner Wohlfühltemperatur in die Wanne steigen 😉
Erfahrungen zur Wohlfühltemperatur in der Wanne
Ich persönlich bevorzuge es, das Fenster offen zu lassen. Das hat dann einen Effekt wie bei diesen Pavianen aus den National-Geographic-Sendern, die in den heißen Quellen sitzen: Unten schön warm, und oben setzt man langsam aber sicher Frost an, wenn es Winter ist 😉

- Badewanne: 36 bis 40 Grad – darüber verliert die Haut Fett und Feuchtigkeit.
- Whirlpool: Kann auch etwas wärmer sein, da von unten ständig kalte Bläschen nachkommen. Wenn das Wasser zu heiß ist, kann es aber auch nerven 😉 Mehr Blubber gefällig? Hier entlang: Sprudeleffekt in der Badewanne
- Onsen: In Japan gibt es übrigens das „Onsen“-Bad, bei dem die Temperatur um die 42 Grad beträgt. Das ist dann schon deutlich über Körpertemperatur…
Welche Badetemperatur für Kleinkinder?
Für Babys ist wohl eine Badetemperatur von 37,5 Grad ideal. Hier musst Du sehr exakt sein und in der Babybadewanne oder im Badeeimer mit einem flexiblen Thermometer nachmessen.
Gut zu wissen
In der Regel taugen die speziellen Badethermometer nichts, da diese viel zu ungenau sind. Besser ein digitales Thermometer verwenden.
Mein Fazit
36 bis 38 Grad sind für die meisten ideal, ab 40 Grad wird es zu heiß – und für Babys gilt: exakt 37,5 Grad, am besten digital nachgemessen. Mit dem richtigen Einlass-System steigst Du direkt bei Wohlfühltemperatur ein.
Wie lange und wie oft Du bei dieser Temperatur in der Wanne bleiben solltest, liest Du in meinem Beitrag:
Häufige Fragen
Welche Temperatur ist für die Badewanne ideal?
Zwischen 36 und 40 Grad – unter 37 Grad fröstelt man schnell, ab 40 Grad wird der Kreislauf stark belastet und die Haut verliert Fett und Feuchtigkeit.
Welche Badetemperatur ist für Babys richtig?
37,5 Grad – und zwar exakt. Am besten mit einem digitalen Thermometer nachmessen, denn spezielle Badethermometer sind oft zu ungenau.
Darf ich mit Fieber heiß baden?
Bei Fieber oder Kreislaufproblemen solltest Du nicht zu heiß baden. Ratsam ist, die Wanne nur halb zu füllen und die Arme draußen zu lassen.

