Fugen reinigen: So werden Fliesenfugen wieder weiß (Hausmittel & Profi-Tricks)

Das Badezimmer, Häufig gestellte Fragen

Graue, fleckige Fugen lassen selbst ein frisch geputztes Bad ungepflegt aussehen. Die gute Nachricht: Fugen reinigen klappt in den meisten Fällen mit Natron, Sauerstoffbleiche und einer schmalen Fugenbürste. Entscheidend ist aber, dass du vorher weißt, welche Fuge du vor dir hast, denn das falsche Mittel macht Zementfugen auf Dauer kaputt.

Kurz & knapp

Normale Zementfugen reinigst du am besten mit einer Paste aus 3 EL Natron und 1 EL Wasser oder mit Sauerstoffbleiche (2–3 EL auf 1 Liter warmes Wasser): auftragen, 15–30 Minuten einwirken lassen, mit der Fugenbürste schrubben, klar nachspülen. Essig und Zitronensäure greifen Zementfugen an, also nur verdünnt und selten nutzen. Schwarze Punkte in Silikonfugen sind Schimmel: Silikon austauschen.

Ich habe mich durch so ziemlich jedes Fugen-Hausmittel geschrubbt, das im Internet kursiert, von Zahnpasta bis Backpulver. Einige funktionieren erstaunlich gut, andere sind eher schädlich als hilfreich. Wenn deine Fugen schon bröseln oder sich auch nach gründlichem Putzen nicht mehr aufhellen, lohnt sich meist eher der Blick auf meine Anleitung zum Fliesenfugen erneuern. Für alle anderen kommt hier der Weg zu wieder hellen Fugen.

Zement, Silikon oder Epoxidharz: Welche Fuge hast du?

Bevor du irgendein Mittel auf die Fugen gibst, schau genau hin. Im Bad gibt es drei Fugenarten, und jede reagiert anders auf Reiniger. Das ist der Punkt, an dem die meisten Putz-Tipps im Netz einfach drüber hinweggehen.

Zementfugen: der Standard zwischen den Fliesen

Die meisten Fugen zwischen Wand- und Bodenfliesen bestehen aus zementgebundenem Fugenmörtel. Er ist hart, mineralisch und leicht porös. Genau diese Poren saugen Seifenreste, Hautfett, Kalk und Farbstoffe aus Shampoo auf, deshalb werden helle Zementfugen mit der Zeit grau oder gelblich. Das Problem: Zement ist säureempfindlich. Essig, Zitronensäure und saure Badreiniger lösen das Bindemittel an. Die Fuge wird rau, sandet aus, wird tiefer und nimmt danach noch schneller Schmutz auf. Ein Teufelskreis, den man oft selbst auslöst.

Silikonfugen: elastisch an Wanne, Dusche und Ecken

Überall, wo sich Bauteile gegeneinander bewegen, also an der Badewanne, an der Duschtasse, in Raumecken und an Übergängen zwischen Wand und Boden, sitzt eine elastische Silikonfuge. Sie ist glatt und wasserabweisend, Schimmel kann aber in das Material hineinwachsen. Dann hilft Putzen nur noch oberflächlich. Wie du solche Fugen sauber austauschst, zeige ich dir in meiner Anleitung zum Silikonfugen erneuern an Wanne und Dusche.

Epoxidharzfugen: die pflegeleichten Profis

In neueren Bädern, gerade in bodengleichen Duschen, verwenden Fliesenleger häufiger Epoxidharzfugen. Sie sind porendicht, sehr widerstandsfähig und vertragen auch Säuren und Laugen deutlich besser. Verfärbungen sitzen hier fast immer nur auf der Oberfläche und lassen sich mit normalem Badreiniger abwischen.

  • Zementfuge erkennen: matt, leicht sandig-rau, beim Kratzen mit dem Fingernagel minimal körnig. Meist in Weiß, Grau oder Anthrazit.
  • Silikonfuge erkennen: weich und elastisch, gibt bei Druck nach, glatte, leicht glänzende Oberfläche.
  • Epoxidharzfuge erkennen: glatt, leicht glänzend, aber hart wie die Fliese selbst. Wasser perlt deutlich ab.

Wenn du unsicher bist: Behandle die Fuge wie eine Zementfuge. Damit liegst du nie falsch.

Fugen reinigen: Alle Mittel im Vergleich

Die gängigen Hausmittel unterscheiden sich vor allem darin, ob sie sauer oder alkalisch sind und ob sie mechanisch schmirgeln. Für Zementfugen sind leicht alkalische Mittel die erste Wahl, denn Schmutz in Fugen ist überwiegend fettig und organisch. Hier meine Übersicht:

Mittel Geeignet für Wirkung Risiko
Natron-Paste Zement-, Epoxid- und Silikonfugen, auch Naturstein-Umgebung Mild alkalisch und leicht schmirgelnd, löst Fett und Seifenreste Sehr gering. Gründlich nachspülen, sonst bleibt ein weißer Schleier.
Backpulver Zement- und Epoxidfugen, leichte Verschmutzung Wie Natron, aber schwächer, weil Stärke und Säuerungsmittel beigemischt sind Gering. Reines Natron ist günstiger und wirksamer.
Sauerstoffbleiche / Waschsoda Zement- und Epoxidfugen, graue und gelbliche Verfärbungen Sauerstoffbleiche hellt organische Verfärbungen auf, Soda löst Fett stark Mittel. Haut reizend, Handschuhe tragen. Kann farbige Fugen aufhellen, erst testen.
Schmierseife Alle Fugen, Unterhaltsreinigung, Naturstein Löst leichten Schmutz, rückfettend Gering. Überdosiert entsteht ein Film, an dem neuer Schmutz haftet.
Dampfreiniger Zement- und Epoxidfugen auf glasierten Fliesen Heißer Dampf löst Schmutz ohne Chemie, gut in Ecken Mittel. Nicht lange auf Silikon halten, mürbe Fugen können ausbrechen.
Zahnpasta Kleine Flächen, einzelne Flecken Mild abrasiv durch Putzkörper, Weißmacher-Pasten etwas stärker Gering, aber mühsam. Für eine ganze Wand ungeeignet, Gel-Zahnpasta wirkt kaum.
Chlorreiniger Nur bei Schimmel auf Zement- und Silikonfugen Bleicht und tötet Schimmelsporen an der Oberfläche Hoch. Reizende Dämpfe, gut lüften, bleicht farbige Fugen. Nie mit Säure mischen: Es entsteht giftiges Chlorgas.
Essig / Zitronensäure Epoxidfugen, Kalk auf glasierten Fliesen Löst Kalk und Kalkseife Hoch für Zementfugen: greift das Bindemittel an. Nur verdünnt, selten, Fugen vorher nass machen. Nie auf Naturstein.

Wichtig bei allen Mitteln: Draht- oder Messingbürsten sind tabu. Sie zerkratzen die Glasur der Fliesen, reißen Fugenmaterial heraus und hinterlassen im schlimmsten Fall Rostspuren. Eine Kunststoff-Fugenbürste mit schmalem, festem Borstenkopf kostet ein paar Euro und ist das wichtigste Werkzeug überhaupt.

Fugen reinigen mit Hausmitteln: Schritt für Schritt

Für normal verschmutzte Fugen in Bad und Dusche ist das hier mein Standardablauf. Er funktioniert bei Zement- und Epoxidfugen und kommt ohne Säure aus. Für eine durchschnittliche Duschwand von 2–3 m² solltest du etwa eine Stunde einplanen.

Fliesenfugen reinigen mit Natronpaste und schmaler Fugenbürste
Natronpaste direkt in die Fuge streichen und mit einer schmalen Fugenbürste schrubben: So wird die Fuge Stück für Stück heller (KI-Visualisierung)
  1. Vorbereiten: Handschuhe anziehen, Fenster öffnen, Duschgel-Flaschen und Ablagen abräumen. Einen Eimer mit warmem Wasser, Fugenbürste, Schwamm und Mikrofasertuch bereitstellen.
  2. Fugen anfeuchten: Die Fliesen und Fugen mit warmem Wasser abbrausen oder abwischen. Feuchte Fugen saugen das Mittel nicht so tief auf, der Schmutz löst sich leichter.
  3. Paste anrühren: 3 Esslöffel Natron mit etwa 1 Esslöffel Wasser zu einer streichfähigen Paste verrühren. Bei grauen oder gelblichen Fugen zusätzlich 1 Teelöffel Sauerstoffbleiche untermischen.
  4. Auftragen: Die Paste mit einer alten Zahnbürste oder einem Finger im Handschuh direkt in die Fugen streichen. Arbeite abschnittsweise, etwa einen halben Quadratmeter auf einmal.
  5. Einwirken lassen: 15–30 Minuten warten. Die Paste darf nicht komplett eintrocknen, zur Not mit der Sprühflasche leicht nachfeuchten.
  6. Schrubben: Mit der Fugenbürste kräftig entlang der Fuge bürsten, nicht quer. So arbeitest du den Schmutz aus den Poren, statt ihn hin und her zu schieben.
  7. Gründlich nachspülen: Mit reichlich klarem Wasser abspülen, bis keine weißen Rückstände mehr zu sehen sind. Restliches Natron trocknet sonst als Schleier auf.
  8. Trocknen und prüfen: Fliesen mit einem Tuch trocken reiben und die Fugen ein paar Stunden durchtrocknen lassen. Erst trocken siehst du das echte Ergebnis, nasse Fugen wirken immer dunkler.

Bei mir reicht dieser Durchgang bei regelmäßig gepflegten Fugen fast immer. Sind sie nach dem Trocknen noch fleckig, wiederhole ich den Vorgang gezielt an den dunklen Stellen, bevor ich zu stärkeren Mitteln greife.

Achtung

Niemals Chlorreiniger mit Essig, Zitronensäure oder sauren Badreinigern kombinieren, auch nicht kurz hintereinander auf derselben Fläche. Dabei kann Chlorgas entstehen, das schon in geringen Mengen die Atemwege reizt. Zwischen zwei unterschiedlichen Reinigern immer gründlich mit Wasser spülen.

Stark verschmutzte Fliesenfugen sauber bekommen

Wenn die Fugen seit Jahren grau sind, reicht eine Natron-Runde oft nicht. Dann setze ich auf mehr Einwirkzeit, Wärme oder Dampf. Die Reihenfolge ist dabei wichtig: erst das Mildeste, dann steigern.

Sauerstoffbleiche: mein Mittel für hartnäckige Fälle

Sauerstoffbleiche (Natriumpercarbonat) gibt es als Pulver in Drogerien. In warmem Wasser zerfällt sie in Soda und Wasserstoffperoxid. Das Soda löst Fett, der aktive Sauerstoff bleicht organische Verfärbungen. Für Fugen löse ich 2–3 Esslöffel in einem Liter warmem Wasser (etwa 40–60 °C) und trage die Lösung mit Schwamm oder Pinsel satt auf. Nach 20–30 Minuten wird geschrubbt und gespült. Bei stark verschmutzten Bodenfugen lege ich zusätzlich mit der Lösung getränkte Küchentücher auf, damit nichts antrocknet. Wichtig: Handschuhe tragen, das Pulver ist hautreizend. Bei farbigen Fugen erst an einer unauffälligen Stelle testen.

Waschsoda gegen fettige Bodenfugen

Bodenfugen vor dem Waschbecken oder in der Dusche sind oft mit einer Mischung aus Seifenresten, Hautfett und Schuhschmutz zugesetzt. Hier wirkt Waschsoda gut: 1–2 Esslöffel auf einen Liter warmes Wasser, auftragen, 15 Minuten wirken lassen, schrubben. Soda ist deutlich stärker alkalisch als Natron, deshalb immer mit Handschuhen arbeiten und gut nachspülen.

Dampfreiniger: tief in die Poren

Ein Dampfreiniger mit schmaler Punktstrahldüse löst Schmutz aus den Poren, ohne dass Chemie zurückbleibt. Halte die Düse ein, zwei Zentimeter über die Fuge, fahre langsam entlang und wische den gelösten Schmutz sofort mit einem Tuch ab. Mit einer kleinen Rundbürste als Aufsatz geht es noch besser. Vorsicht bei Silikonfugen und bei alten, bröseligen Zementfugen: Hitze und Druck können hier mehr kaputt machen als reinigen.

Fugen mit Zahnpasta reinigen: sinnvoll oder Mythos?

Zahnpasta funktioniert tatsächlich, allerdings nur im Kleinen. Die feinen Putzkörper schmirgeln leichte Verfärbungen ab, Weißmacher-Pasten wirken etwas stärker. Für einzelne Flecken, zum Beispiel an der Fuge hinter dem Zahnputzbecher, ist das praktisch: Paste auftragen, mit einer alten Zahnbürste schrubben, abspülen. Für eine ganze Duschwand ist es zu teuer und zu mühsam, und Gel-Zahnpasta ohne Putzkörper bringt fast nichts. Natronpaste kann dasselbe günstiger.

Und Essig?

Essig ist in vielen Haushalten das Universalmittel, bei Zementfugen aber die riskanteste Wahl. Wenn du Kalkflecken auf glasierten Fliesen entfernen willst, die über die Fugen laufen, dann so: Fugen vorher gründlich mit Wasser nässen, Essig höchstens 1:4 verdünnt verwenden, nur kurz einwirken lassen und sofort klar nachspülen. Das ist eine Ausnahme, keine Routine. Welche Mittel gegen Kalk wirklich überzeugen, habe ich in meinem Kalkflecken-Test: Hausmittel vs. Profi-Reiniger verglichen. Auf Marmor, Kalkstein, Travertin oder Schiefer hat Säure grundsätzlich nichts zu suchen, sie ätzt die Oberfläche dauerhaft matt.

Fugen wieder weiß machen: Wenn Putzen nicht mehr reicht

Manchmal sind die Fugen sauber, aber trotzdem nicht mehr weiß. Das passiert, wenn sich Farbstoffe tief im Zement festgesetzt haben oder die Oberfläche durch jahrelanges Putzen mit Säure rau und porös geworden ist. Dann hast du zwei Möglichkeiten.

Variante 1: Fugenstift oder Fugenweiß

Ein Fugenstift oder flüssiges Fugenweiß ist reine Kosmetik, aber eine wirkungsvolle. Die Farbe wird auf die saubere, trockene Fuge aufgetragen und überdeckt Verfärbungen. Ein Stift kostet meist 5–15 Euro und reicht für eine Duschwand oder einen kleinen Boden. Überschüssige Farbe auf der Fliese sofort mit einem feuchten Tuch abnehmen. Die Haltbarkeit hängt stark von der Belastung ab: An der Wand hält das Ergebnis oft lange, in der Dusche und auf dem Boden musst du mit Nachbessern rechnen. Für Fugen, die bröseln oder Risse haben, ist das keine Lösung.

Variante 2: Fugen erneuern

Sind die Fugen ausgewaschen, rissig, sehr porös oder dauerhaft dunkel, ist Erneuern die ehrlichere Lösung. Dabei kratzt du die alte Fuge mit einem Fugenkratzer oder Multitool einige Millimeter tief aus und verfugst neu. Das Material kostet für ein normales Bad meist nur 20–50 Euro, die Arbeit braucht aber Geduld. Neue Fugen kannst du dabei auch gleich in einem weniger empfindlichen Farbton wählen. Wie das Schritt für Schritt geht, steht in meiner Anleitung zum Fliesenfugen erneuern.

  • Fugenstift reicht, wenn: die Fuge intakt, glatt und fest ist und nur verfärbt aussieht.
  • Erneuern ist besser, wenn: die Fuge sandet, Risse hat, tiefer als die Fliesenkante liegt oder Wasser dahinter gelangen kann.
  • Silikon austauschen, wenn: schwarze Punkte im elastischen Material sitzen oder sich die Fuge von Wanne oder Wand löst.

Schwarze Fugen in der Dusche: Schimmel oder Schmutz?

Dunkle Fugen in der Dusche sind nicht automatisch Schimmel. Oft ist es eine graue bis schwarze Mischung aus Kalkseife, Hautfett und Schmutz, die sich mit Natron oder Sauerstoffbleiche gut entfernen lässt. Schimmel erkennst du an anderen Merkmalen:

  • Typisch Schimmel: schwarze oder grünlich-schwarze Punkte und Sprenkel, oft an Stellen, die selten abtrocknen, etwa in Ecken und unten an der Duschwand. Er kommt nach dem Putzen innerhalb weniger Wochen zurück und riecht oft muffig.
  • Typisch Schmutz: gleichmäßig graue bis dunkle Färbung, besonders auf Bodenfugen und dort, wo viel Wasser und Seife hinkommen. Lässt sich mit Natron und Bürste aufhellen.
  • Der Bleich-Test: Gib an einer kleinen Stelle einen Tropfen Chlorreiniger auf die Zementfuge (lüften, Handschuhe). Hellt die Verfärbung in wenigen Minuten deutlich auf, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Schimmel oder ein anderer organischer Belag. Bleibt sie grau, ist es eher Schmutz oder Kalkseife.

Schimmel auf Zementfugen entfernen

Kleine Schimmelflecken auf Zementfugen kannst du selbst behandeln. Ich nehme dafür einen Chlorreiniger oder alternativ Alkohol mit 70 % (Isopropanol oder Ethanol), der weniger aggressiv riecht und nicht bleicht. Mittel auftragen, einwirken lassen, mit einer separaten Bürste schrubben, gründlich spülen und dann vor allem: trocknen lassen. Bei großflächigem Befall, also deutlich mehr als einer Handfläche, oder wenn der Schimmel auch auf Wand und Decke sitzt, solltest du die Ursache fachkundig klären lassen.

Schimmel im Silikon

Schwarze Punkte in Silikonfugen lassen sich nicht dauerhaft wegputzen. Der Schimmel wächst in das elastische Material hinein, Chlor bleicht ihn nur oberflächlich, nach einigen Wochen ist er wieder da. Die einzige echte Lösung: Silikon komplett entfernen, den Untergrund reinigen und desinfizieren, gut trocknen lassen und neu verfugen. Wie das sauber klappt, zeigt meine Anleitung zum Silikonfugen erneuern.

Kommt Schimmel immer wieder zurück, ist das Problem selten die Fuge, sondern die Feuchtigkeit im Raum. Wie du das in den Griff bekommst, erkläre ich ausführlich in meinem Beitrag Schimmel vorbeugen im Bad: Lüften, Heizen, Lüfter.

Fliesen reinigen: Worauf es beim Material ankommt

Wer die Fugen putzt, nimmt sich meist auch gleich die Fliesen vor. Dabei gilt: Nicht jede Fliese verträgt jedes Mittel. Eine kurze Orientierung:

Fliesenart Geeignete Reinigung Vermeiden
Glasierte Steingut- und Steinzeugfliesen Allzweck- oder Badreiniger, Mikrofasertuch, gegen Kalk verdünnter Essig (Fugen vorher nässen) Scheuerpulver, Stahlwolle
Feinsteinzeug pH-neutrale oder leicht alkalische Reiniger, bei Grauschleier spezieller Grundreiniger nach Herstellerangabe Wachs- und seifenhaltige Pflegemittel in hoher Dosis (Schmierfilm)
Naturstein (Marmor, Travertin, Kalkstein, Schiefer) pH-neutrale Steinseife, klares Wasser, regelmäßig imprägnieren Jede Säure: Essig, Zitrone, Kalklöser, saure Badreiniger

Bei Glas- und Duschwänden sowie Armaturen gelten wieder eigene Regeln. Die ganze Duschecke von oben bis unten, inklusive Abfluss und Duschkopf, nehme ich mir in meinem Ratgeber Dusche reinigen vor.

Fugen sauber halten: So bleiben sie länger hell

Die beste Fugenreinigung ist die, die du gar nicht erst brauchst. Mit ein paar Gewohnheiten bleiben helle Fugen deutlich länger hell.

  • Nach dem Duschen abziehen: Ein Duschabzieher holt in 30 Sekunden den Großteil des Wassers von Fliesen und Fugen. Weniger Wasser bedeutet weniger Kalk, weniger Seifenreste und weniger Nahrung für Schimmel. Das ist bei mir der Trick mit der größten Wirkung.
  • Fugen imprägnieren: Eine farblose Fugenimprägnierung macht Zementfugen wasser- und schmutzabweisend. Auftragen auf die frisch gereinigte, vollständig trockene Fuge, je nach Produkt und Belastung etwa alle 1–2 Jahre auffrischen. Ein Fläschchen kostet meist 10–20 Euro.
  • Richtig lüften: Direkt nach dem Duschen 5–10 Minuten stoßlüften oder den Lüfter laufen lassen, Tür dabei geschlossen halten. Ziel ist, dass die Luftfeuchte im Bad schnell wieder unter etwa 60 % fällt. Ob an kalten Außenwänden Kondenswasser entsteht, kannst du mit meinem Taupunkt-Rechner prüfen.
  • Wöchentlich kurz wischen: Einmal pro Woche Fliesen und Fugen mit mildem Reiniger oder einem Spritzer Schmierseife im Wasser abwischen. Die große Fugenaktion brauchst du dann nur noch ein- bis zweimal im Jahr.
  • Säurehaltige Badreiniger sparsam: Viele Badreiniger enthalten Säure gegen Kalk. Für Fliesen ist das okay, die Zementfugen leiden auf Dauer. Spar sie dir für Armaturen und Glas, auf den Fugen gezielt mild bleiben.

Mein Fazit

Fugen reinigen ist weniger eine Frage des Wundermittels als der richtigen Reihenfolge. Erst die Fugenart klären, dann mild und alkalisch starten: Natronpaste und Fugenbürste reichen in den meisten Fällen, bei hartnäckigem Grau hilft Sauerstoffbleiche mit etwas mehr Einwirkzeit. Säure ist für Zementfugen eher Feind als Freund, und Schimmel im Silikon putzt du nicht weg, sondern tauschst ihn aus. Wenn die Fugen trotz allem dunkel, rau oder bröselig bleiben, ist Erneuern der Weg, der wirklich hält.

Häufige Fragen

Wie bekomme ich stark verschmutzte Fliesenfugen sauber?

Stark verschmutzte Zementfugen reinigst du am besten mit Sauerstoffbleiche: 2–3 Esslöffel in einem Liter warmem Wasser lösen, satt auftragen, 20–30 Minuten einwirken lassen und mit einer Fugenbürste schrubben. Alternativ hilft ein Dampfreiniger mit Punktstrahldüse. Danach gründlich mit klarem Wasser nachspülen.

Wie bekomme ich Fugen wieder richtig weiß?

Zuerst gründlich mit Natronpaste oder Sauerstoffbleiche reinigen und die Fugen vollständig trocknen lassen. Bleiben sie verfärbt, aber intakt, deckt ein Fugenstift oder Fugenweiß die Verfärbung ab. Sind die Fugen rissig, porös oder bröselig, ist Erneuern die dauerhafte Lösung.

Kann man Fugen mit Zahnpasta reinigen?

Ja, aber nur auf kleinen Flächen. Die Putzkörper in normaler oder Weißmacher-Zahnpasta schmirgeln leichte Verfärbungen ab. Für eine ganze Duschwand ist das zu mühsam und zu teuer, Natronpaste wirkt ähnlich und kostet nur einen Bruchteil.

Was tun bei schwarzen Fugen in der Dusche?

Erst klären, ob es Schmutz oder Schimmel ist. Gleichmäßig graue Fugen lassen sich meist mit Natron oder Sauerstoffbleiche reinigen. Schwarze Punkte auf Zementfugen behandelst du mit Chlorreiniger oder 70-prozentigem Alkohol, schwarze Punkte im Silikon bekommst du nur durch Austauschen der Silikonfuge dauerhaft weg.

Darf ich Fugen mit Essig reinigen?

Nur mit Vorsicht. Essig greift das Bindemittel von Zementfugen an, sie werden rau und verschmutzen danach schneller. Wenn überhaupt, die Fugen vorher nässen, Essig mindestens 1:4 verdünnen und sofort nachspülen. Auf Naturstein ist Essig tabu, Epoxidharzfugen vertragen ihn dagegen gut.

Was ist das beste Hausmittel zum Fugen reinigen?

Für die meisten Zementfugen ist eine Paste aus Natron und Wasser das beste Hausmittel: günstig, schonend und wirksam gegen Fett und Seifenreste. Bei grauen oder gelblichen Verfärbungen bringt Sauerstoffbleiche das deutlich bessere Ergebnis.

Wie oft sollte man Fugen reinigen?

Ein kurzes Abwischen von Fliesen und Fugen einmal pro Woche reicht im Alltag. Eine gründliche Fugenreinigung mit Bürste ist meist ein- bis zweimal im Jahr nötig, in viel genutzten Duschen etwas häufiger. Wer nach jedem Duschen abzieht, verlängert die Abstände deutlich.


Über mich

Hallo, mein Name ist Stephan.
Ich blogge hier rund um das Thema Badewanne und freue mich über regen Austausch. Willkommen im wohl größten Fachblog zum Thema Badewanne.

Gastbeiträge, Advertorials und Werbebanner sind hier möglich – alle Formate und Preise unter Werbung & Kooperationen. Weitere Kooperationsanfragen zu Contentmarketing bitte über stephanzabel.de