Kennst du das auch? Du genießt ein schönes Schaumbad zur Entspannung – und danach merkst du plötzlich an einigen Stellen des Körpers sehr trockene Haut. Das ist nicht nur unangenehm, sondern kann richtig schmerzen, wenn die Haut spröde und rissig wird.
Trockene Haut entsteht vorwiegend durch Feuchtigkeitsmangel. Ich zeige dir, wie es dazu kommt, welche Pflege wirklich hilft und mit welchen einfachen Hausmitteln du deiner Haut nach dem Baden etwas Gutes tust.
Wie entsteht trockene Haut?
Bei trockener Haut ist die natürliche Fett- und Feuchtigkeitsregulation der Haut enorm gestört. Die Hautoberfläche ist normalerweise von einer dünnen Fett- und Wasserschicht überzogen. Wird diese Schutzschicht beschädigt, verliert die Haut an Feuchtigkeit – und dadurch trocknet die natürliche Schutzschicht aus.

Pflege für sehr trockene Haut
Um abgestorbene Hautzellen zu entfernen, verwende ein Peeling. Es fördert die Durchblutung und sorgt für ein weiches Hautgefühl.
Produkte zur Pflege gibt es wie Sand am Meer. Achte beim Kauf immer auf die Inhaltsstoffe, um Hautirritationen vorzubeugen. Viele Produktlinien bieten spezielle Pflege für trockene Haut an. Pflege deine Haut am besten mit feuchtigkeitsintensiven Produkten ohne chemische Zusätze.
Gut zu wissen
Produkte auf Basis natürlicher Rohstoffe sind die bessere Wahl: Pflanzliche Öle dringen tiefer in die Haut ein und lassen sie atmen.
Hausmittel zur Pflege
Öl- und Milchbäder sind ein altbewährtes Hausmittel. Bei rissiger Haut kannst du außerdem einfach Melkfett anwenden.
Es gibt auch die Möglichkeit, dir selbst einen Badezusatz anzurühren:
- Miss einen Liter Vollmilch ab.
- Gib 200 Milliliter Olivenöl dazu.
- Beides gut miteinander vermischen und ins Badewasser geben.
Olivenöl ist ein wahres Wundermittel, wenn es um unsere Haut geht. Es ist eines der besten Pflegemittel für sehr trockene Haut – das Hautbild zeigt schon nach kurzer Zeit sichtbare Besserung. Verwende es am besten pur.
Wenn du Lust auf mehr Eigenkreationen hast: In Badezusatz selber machen: Schaumbad und Badeöl und in meinen 7 Rezepten für Entspannung, Erkältung und empfindliche Haut findest du weitere Mischungen. Ein spannendes Öl für sehr trockene Haut stelle ich dir außerdem in Baden mit Nachtkerzenöl vor.
| Hausmittel | Anwendung |
|---|---|
| Öl- und Milchbäder | Altbewährtes Hausmittel für trockene Haut. |
| Melkfett | Bei rissiger Haut einfach auftragen. |
| Vollmilch & Olivenöl | 1 Liter Vollmilch mit 200 ml Olivenöl mischen und als Badezusatz verwenden. |
| Olivenöl pur | Eines der besten Pflegemittel für sehr trockene Haut – sichtbare Besserung schon nach kurzer Zeit. |
Von innen unterstützen
Ausreichend Flüssigkeit
Trink ausreichend Flüssigkeit, am besten 2 Liter am Tag. Wasser oder Tee eignen sich besonders gut.
Ernährung ist die halbe Miete
Deine Ernährung hat starken Einfluss auf die Haut. Achte auf vitaminreiche Nahrung, vor allem Vitamin A und Vitamin B. Salz entzieht dem Körper viel Flüssigkeit – verzehre es deshalb nur in kleinen Mengen.
Regelmäßiges Lüften der Räume
Schaffe ein angenehmes Raumklima. Nutze bei trockener Heizungsluft einen Luftbefeuchter oder häng nasse Handtücher über die Heizkörper, um die Luftfeuchte zu steigern. So beugst du trockener Haut vor.
Richtig baden, abtrocknen und eincremen

- Nicht rubbeln: Wenn du die Haut mit einem Handtuch abtrocknest, zerstörst du beim Rubbeln die natürliche Fettschicht. Tupfe deine Haut lieber vorsichtig ab.
- Eincremen: Nach einem ausgiebigen Vollbad sollte die Haut mit einer reichhaltigen Creme eingecremt werden.
- Maßhalten: Nimm nur zweimal pro Woche ein Vollbad.
- Natürlich pflegen: Nutze Produkte auf Basis natürlicher Rohstoffe – pflanzliche Öle dringen tiefer ein und lassen die Haut atmen.
Noch ein Tipp aus meiner Recherche
Wer mit dem Baden fertig ist, sollte sich etwas Zeit nehmen, um Rückstände der Badezusätze abzuduschen – so kann sich auch der Kreislauf wieder in Ruhe stabilisieren. Der Hautexperte Hubbes weist darauf hin, dass sich der durch Wasserkontakt gestörte natürliche Säureschutzmantel im Winter langsamer wieder aufbaut als im Sommer. Eincremen ist für die kalte Jahreszeit deshalb ein absolutes Muss, ideale Feuchtigkeitsspender sind fetthaltige Körperemulsionen. Warte mit dem Eincremen so lange, bis du nicht mehr nachschwitzt, die Haut aber noch leicht nass ist – dann nimmt sie rückfettende Pflegeprodukte besonders gut auf und speichert sie.
Wenn du beim Baden zusätzlich auf Duft und Entspannung setzen willst, findest du in meinem Beitrag zur Aromatherapie in der Badewanne die passenden ätherischen Öle.
Mein Fazit
Durch Feuchtigkeitsvorsorge beugst du trockener Haut am wirksamsten vor. Für mich ist das eine Kombination aus wenigen Dingen: nicht zu oft und nicht zu lang baden, danach abtupfen statt rubbeln und die noch leicht feuchte Haut reichhaltig eincremen.
Dazu genug trinken, vitaminreich essen und für ein gutes Raumklima sorgen – und wenn es günstig und natürlich sein soll, ist Olivenöl nach wie vor eines der besten Hausmittel überhaupt.
Häufige Fragen
Warum ist meine Haut nach dem Baden so trocken?
Die Hautoberfläche ist von einer dünnen Fett- und Wasserschicht überzogen. Wird diese Schutzschicht beschädigt, verliert die Haut Feuchtigkeit und trocknet aus. Die natürliche Fett- und Feuchtigkeitsregulation gerät dabei aus dem Gleichgewicht.
Wie oft darf ich bei trockener Haut baden?
Nimm nur zweimal pro Woche ein Vollbad. Häufigeres Baden belastet die natürliche Schutzschicht zusätzlich.
Welches Hausmittel hilft am besten gegen sehr trockene Haut?
Olivenöl ist eines der besten Pflegemittel für sehr trockene Haut und zeigt schon nach kurzer Zeit sichtbare Besserung – am besten pur verwenden. Auch Öl- und Milchbäder sind altbewährt, bei rissiger Haut hilft Melkfett.
Wann sollte ich mich nach dem Baden eincremen?
Warte, bis du nicht mehr nachschwitzt, die Haut aber noch leicht nass ist. In diesem Moment nimmt sie rückfettende Pflegeprodukte besonders gut auf und speichert sie.

