Ich blicke einmal auf das Baden und den damit verbundenen Gang in die Badewanne. Wie gesund ist er wirklich – oder gibt es sogar Risiken, die damit verbunden sind?
Die Antwort fällt differenzierter aus, als man denkt: Selbst Fachleute sind sich bei manchen Punkten uneinig. Ich habe zusammengetragen, was für das Bad spricht, wo die Grenzen liegen und woran du merkst, dass es Zeit wird, aus dem Wasser zu kommen. Wie du das Ganze noch angenehmer machst, steht im Beitrag Entspannen in der Badewanne.

Wie gesund ist Baden?
Das Bad hat einen guten Ruf – und das kommt nicht von ungefähr. Ein Bad kann sehr wohltuend und gesund sein. Gerade warmes Wasser gibt uns ein gutes Gefühl und trägt teilweise auch zu einem schnelleren Heilungsprozess bei.
Darüber hinaus sorgt optimal temperiertes Wasser für eine verbesserte Durchblutung. Zudem kann es den Stoffwechsel anregen. Auch das Immunsystem wird durch das Wasser angeregt und unterstützt. Baden kann also in vielen Fällen sehr gesund sein.
Kann man zu häufig baden – und was passiert mit der Haut?
Generell kann man alles zu viel machen, auch baden. Daher solltest du eine gesunde Mischung finden und die Badewanne vielleicht nur an ausgewählten Tagen aufsuchen.
Auch Fachleute sind sich nicht einig, wenn es um das Vollbad geht: Während Dermatologen ein bis zwei Vollbäder pro Woche empfehlen, verweisen Neurologen darauf, dass ein tägliches Vollbad das Schlaganfallrisiko drastisch senke. Du solltest daher in jedem Fall selbst abschätzen, wie viele Bäder in der Woche für dich geeignet sind.
Die Haut nimmt Feuchtigkeit natürlich auf. In der Regel wird sie durch mehrmaliges Baden in der Woche aber nicht belastet.
Wichtiger Hinweis
Die genannten Empfehlungen sind allgemeine Orientierungswerte und ersetzen keine ärztliche Beratung. Wenn du Vorerkrankungen hast – etwa am Herz-Kreislauf-System oder an der Haut –, sprich die passende Badehäufigkeit und -temperatur mit deiner Ärztin oder deinem Arzt ab.
Wie ist die perfekte Wassertemperatur?

Fachleute sehen die ideale Wassertemperatur für ein Vollbad bei rund 37 Grad – am besten zwischen 36 und 38 Grad. So kann der Körper am besten auf seine ideale Temperatur gebracht werden, was für eine ideale Entspannung von Körper und Seele sorgt.
Darüber hinaus ist es ratsam, bei einem Vollbad auch die Zimmertemperatur zu erhöhen – am besten auf 25 bis 30 Grad, um den Körper auch nach dem Bad noch mit idealen Bedingungen zu unterstützen. Badewasser ab 45 Grad ist dagegen eindeutig zu heiß und kann bereits zu Verbrennungen führen.
| Wert | Empfehlung |
|---|---|
| Ideale Wassertemperatur | rund 37 Grad |
| Sinnvoller Bereich | 36 bis 38 Grad |
| Gefährlich | ab 45 Grad – Verbrennungsgefahr |
| Zimmertemperatur | 25 bis 30 Grad |
| Maximale Badedauer | nicht länger als eine Stunde |
| Vollbäder pro Woche | Dermatologen: 1 bis 2 |
Wie lange sollte man baden?
Auch bei der Frage, wie lange man den Genuss eines Bades auskosten sollte, gehen die Antworten weit auseinander. Während die einen ein lang andauerndes Bad empfehlen, stehen die anderen für ein kürzeres Bad ein.
Generell gilt die Faustregel, dass das Bad nicht länger als eine Stunde dauern sollte. Danach solltest du in jedem Fall aus dem Wasser kommen, um eventuellen Problemen vorzubeugen. Und wenn dein Körper Signale sendet, dass die Badezeit ausreicht – zum Beispiel durch aufquellende Haut –, ist es Zeit, die Badewanne zu verlassen.
Was gibt es bei Badezusätzen zu beachten?
Wenn du dich auf ein gemütliches Bad einstellst, dürfen auch Badezusätze nicht fehlen. Diese sorgen für optimale Bedingungen in der Badewanne und tragen zum Wohlfühlfaktor bei. Darüber hinaus sorgen sie für besondere Momente: Sie können zum Beispiel die Farbe des Wassers verändern oder für aufregenden Schaum sorgen.
Auch leichte Heilmittel können sich in den Zusätzen befinden. Daher solltest du immer auf die Inhaltsstoffe der Badesalze und Co. achten. Weitere Informationen und hilfreiche Tipps findest du unter anderem auch bei der Shop Apotheke. Wenn du dir diese Informationen anschaust, kannst du dich direkt in die nächste Badewanne mit passenden Zusätzen stürzen.
Passend dazu
Was ein basisches Badesalz ausmacht und welcher Badezusatz bei Verspannungen hilft, habe ich jeweils in eigenen Beiträgen aufgeschrieben.
Woran du merkst, dass es genug ist
- Aufquellende Haut: das deutlichste Signal, die Wanne zu verlassen
- Schwindel oder Herzklopfen: Zeichen, dass Wasser oder Dauer zu viel waren – langsam aufstehen
- Starkes Schwitzen: das Wasser ist zu heiß
- Bleierne Müdigkeit danach: das Bad war zu lang für dich
Mein Fazit: Ist das Bad nun gesund?
Generell kann man sagen, dass der Gang in die Badewanne durchaus eine gesundheitsfördernde Wirkung hat. Warmes Wasser tut dem Körper, dem Immunsystem und der Psyche einfach gut. Regelmäßiges Baden schadet daher in keinem Fall.
Dennoch kann man es, wie bei vielen anderen Dingen auch, übertreiben. Die Badewanne muss nicht jeden Tag sein – du kannst auch mal einfach unter die Dusche gehen und die Körperpflege im Schnelldurchlauf erledigen.
Und: Der Körper teilt dir selbst mit, wenn es genug ist. Wenn du auf diese Signale achtest, kannst du beim Baden kaum etwas falsch machen.
Häufige Fragen
Wie oft in der Woche sollte man baden?
Dermatologen empfehlen ein bis zwei Vollbäder pro Woche. Neurologen verweisen dagegen auf ein deutlich gesenktes Schlaganfallrisiko bei täglichem Vollbad. Die Meinungen gehen also auseinander – finde das Maß, das für dich passt.
Welche Wassertemperatur ist ideal?
Rund 37 Grad, sinnvoll ist der Bereich zwischen 36 und 38 Grad. Ab 45 Grad wird es gefährlich: Dann drohen Verbrennungen.
Wie lange darf ein Vollbad dauern?
Als Faustregel gilt: nicht länger als eine Stunde. Spätestens wenn die Haut aufquillt, solltest du aus dem Wasser.
Trocknet häufiges Baden die Haut aus?
Die Haut nimmt Feuchtigkeit natürlich auf und wird durch mehrmaliges Baden pro Woche in der Regel nicht belastet. Bei sehr trockener Haut lohnt trotzdem eine gute Pflege danach.
Worauf sollte ich bei Badezusätzen achten?
Auf die Inhaltsstoffe. Manche Zusätze enthalten leichte Heilmittel – gerade bei empfindlicher Haut oder Vorerkrankungen ist ein Blick auf die Liste sinnvoll.

