Alle Badezusätze schon durchprobiert? Zeit für etwas Neues in der Wanne: Heute zeige ich dir, wie du Badekugeln – auch Badebomben genannt – selber machst und dir so dein eigenes Sprudelbad baust.

Das Besondere an diesem Beitrag: Es war auch mein erster Versuch. Du liest also alle kleinen Problemchen und Fragen mit, die einem beim Zusammenmischen so kommen. Wenn du Lust auf mehr DIY hast, schau auch, wie du Badezusatz selber machen kannst.

Zutaten zum Badekugeln selber machen auf dem Tisch
Mein erster Versuch: alle Zutaten bereitgestellt.

Das Grundprinzip: Warum Badekugeln sprudeln

Zum Grundverständnis: Zitronensäure reagiert mit Natron – und dadurch blubbern und sprudeln die Kugeln und tanzen lustig in der Wanne herum. Ohne Fett und Öle sprudelt es wohl noch mehr, dafür aber kürzer.

Mit diesem Wissen kann es losgehen. Als Wissensquelle empfehle ich übrigens das Buch „Feine Seifen und Badeöle selbst gemacht“ von Brigitte Bräutigam – darin sind die Rezepte für Seifen und Badeöle recht nett erläutert.

Das Rezept für Badekugeln

Hier die Zutaten, mit denen ich sechs Badekugeln gemacht habe:

Zutat Menge
Natriumbicarbonat (Natron) 340 g
Zitronensäuregries 170 g
Maisstärke 90 g
Kakaobutter 54 g
Fluidlecithin Super (Emulgator) 14 g
Ätherische Öle 12 g
Dekorative Zutaten 28 g
Infografik: Badekugeln selber machen in vier Schritten
In vier Schritten zur fertigen Badekugel.

Die Zutaten im Detail

  • Natron: Gefunden beim Backzubehör. Ich habe 7 Päckchen „Natron“ gekauft (ca. 3,50 € die Packung).
  • Zitronensäuregries: Gibt es beim Backzubehör auch als Pulver – die 500-Gramm-Packung für ca. 3 €.
  • Maisstärke: Letzte Packung beim Backzubehör für wenige Cent ergattert (500 g).
  • Kakaobutter: Im Reformhaus für ca. 4 € pro 100 Gramm. Riecht herrlich nach Schokolade.
  • Fluidlecithin Super: Ein Emulgator, den ich noch von den selbstgemachten Badeölen hatte – nicht ganz günstig. Bestellbar bei verschiedenen Hobbytheken.
  • Ätherische Öle: 12 Gramm klingt wenig, ist aber mehr als so ein kleines Fläschchen.
  • Dekorative Zutaten: Ich habe mich für getrockneten Früchtetee entschieden – sieht gut aus und duftet.
Zutaten für selbst gemachte Badekugeln abgewogen
Kakaobutter und Öle zum Badekugeln selber machen

Die Zubereitung Schritt für Schritt

  1. Die Kakaobutter langsam und schonend erhitzen, bis sie flüssig ist (die Mikrowelle hat es bei mir auch getan).
  2. Fluidlecithin (der Emulgator) und die ätherischen Öle dazumischen und gut verrühren.
  3. Alle Pulver – Natron, Zitronensäure und Maisstärke – miteinander vermischen.
  4. Die geschmolzene Fettmasse unter die Pulver geben und alles schön verkneten – am besten mit Handschuhen.
  5. Zu Kugeln formen. Wer mag, nimmt einen Meatball-Maker oder Acrylkugeln aus dem Bastelladen, damit sie richtig rund werden. Ich habe sechs kleine Klöße geformt.
  6. Die Kugeln unter einem Handtuch 3–4 Tage kühl und trocken trocknen lassen, bis sie bockelhart sind.

Vorsicht beim Mischen

Auf dem Zitronensäuregries standen einige Warnhinweise: „Verursacht starke Reizungen der Augen“, dazu Handschuhe und Atemschutz tragen. Das mit dem Atemschutz kann ich bestätigen – beim Mischen staubt es ordentlich. Trag also besser Handschuhe und arbeite vorsichtig.

Pulver für Badekugeln vermischen
Badekugeln-Masse verkneten
Badekugeln-Teig zu Kugeln formen
Sechs selbst geformte Badekugeln
Getrocknete selbst gemachte Badekugeln
Nach 3–4 Tagen sind die Kugeln bockelhart und einsatzbereit.

Die Badekugeln in der Wanne

Nach drei Tagen aus der Vorratskammer geholt, sehen die Dinger immer noch sehr schön aus – auf ein bisschen Stolz habe ich mir da nichts abgesprochen. In der Wanne sprudeln sie wunderbar. Meine Haut ist nicht verätzt, mein angeblich wasserdichtes Handy hat den Versuch, die Kugel unter Wasser zu filmen, allerdings nicht überlebt.

Mein wichtigster Tipp

Nimm als Deko-Zusatz lieber etwas, das sich vollständig auflöst. Der getrocknete Tee bleibt nach der Wanne nämlich wie Kleister an der Wannenwand und am Ausguss kleben.

Selbst gemachte Badekugel sprudelt in der Badewanne
Endlich sprudelt es: die selbst gemachte Badekugel in Aktion.

Mein Fazit

Badekugeln selber machen hat richtig Spaß gemacht – und schon beim ersten Versuch funktioniert. Sprudeln, duften, entspannen: Für das nächste Mal nehme ich nur eine Deko, die sich auflöst, und arbeite beim Mischen mit Handschuhen. Sonst gilt: ausprobieren lohnt sich!

Häufige Fragen

Wie funktionieren Badekugeln?

Die Zitronensäure reagiert im Wasser mit dem Natron. Dabei entsteht das typische Sprudeln und Blubbern, und die Kugeln tanzen in der Wanne.

Welche Zutaten brauche ich für Badekugeln?

Natron, Zitronensäuregries, Maisstärke, Kakaobutter, einen Emulgator (Fluidlecithin), ätherische Öle und dekorative Zutaten. Die genauen Mengen findest du oben in der Rezept-Tabelle.

Muss ich beim Mischen aufpassen?

Ja. Zitronensäuregries kann die Augen stark reizen und staubt beim Mischen. Trag Handschuhe und arbeite vorsichtig – ein Atemschutz schadet nicht.

Wie lange müssen Badekugeln trocknen?

Etwa 3–4 Tage kühl und trocken unter einem Handtuch, bis sie richtig hart sind.

Über mich

Hallo, mein Name ist Stephan.
Ich blogge hier rund um das Thema Badewanne und freue mich über regen Austausch. Willkommen im wohl größten Fachblog zum Thema Badewanne.

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